BESUCH AUS POLEN BEI BUNDESRATSPRÄSIDENT HERWIG HÖSELE Vizepremier Kolodko sehr optimistisch für EU-Referendum am 7. Juni

Wien (PK) - Einen Schwerpunkt auf die Vertiefung der Beziehungen
zu den Nachbarstaaten im Vorfeld der EU-Erweiterung setzt dieser Tage Bundesratspräsident Herwig Hösele. Der Bundesratspräsident trifft mit hochrangigen Repräsentanten Polens, Sloweniens und Tschechiens zusammen – diese drei Beitrittsländer verfügen so wie Österreich über eine zweite parlamentarische Kammer.

Heute Nachmittag empfing Präsident Hösele den polnischen Vizepremier und Finanzminister Grezgorz Kolodko. Der Bundesratspräsident und sein polnischer Gast stimmten in der Einschätzung überein, dass zwischen Österreich und Polen exzellente Beziehungen bestehen, die weit in die Zeit vor 1989 zurückreichen und die sich im Rahmen der Europäischen Union
weiter vertiefen und intensivieren werden. Daher interessierte
sich Präsident Hösele für aktuelle Prognosen zum Ausgang des EU-Referendums am 7. Juni in Polen und erfuhr von Vizepremier
Kolodko, dass der Ausgang der Volksabstimmung aus der Sicht der EU-Befürworter äußerst optimistisch eingeschätzt werde.

Vizepremierminister Kolodko, der auch auf eine bedeutende internationale Karriere als Ökonom zurückblickt, beleuchtete im weiteren Verlauf des Gesprächs die enorm beschleunigte wirtschaftliche Entwicklung seines Landes, die auch für
Österreich bedeutsam sei, da beispielsweise der Warenaustausch
der beiden Länder im Jahr 2003 um 10 % wachsen werde. Die Überwindung noch bestehender Strukturdefizite der polnischen Wirtschaft setze die weitere Intensivierung der
Direktinvestitionen voraus, da dies eine Steigerung des Exports erwarten lasse.

Bundesratspräsident Hösele beantwortete seinerseits Fragen seines Gastes nach Kompetenzen und Arbeitsweise der Länderkammer und erklärte ihm die aktuelle innenpolitische Situation sowie das
Ziel der von der Regierung vorgelegten Pensionsreform, die
sozialen Standards nachhaltig abzusichern.

Morgen Dienstag reist Hösele zu einem Gedankenaustausch mit den Spitzenrepräsentanten der zweiten Kammer nach Laibach. Am
Mittwoch folgt er einer Einladung des tschechischen Senatspräsidenten Petr Pithart zu einem Treffen in Wien. Pithart und Hösele werden sich symbolhaft für die vielfältigen und weit reichenden Verbindungen auch an einem Knotenpunkt der ehemaligen Pferdebahn Budweis-Linz treffen. "Es ist mir im Zusammenhang mit
den Außenbeziehungen des Bundesrates ein besonderes Anliegen, im ersten Halbjahr angesichts der EU-Erweiterung einen Schwerpunkt
auf die Nachbarstaaten zu setzen, um so einen Beitrag zu leisten, dass Österreich seine zentraleuropäische Aufgabe verstärkt wahrnehmen und die Beziehungen weiter vertiefen kann", stellte Hösele fest. (Schluss)

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