Umweltdachverband fordert: Draukraftwerke dürfen nicht an die KELAG abgegeben werden!

Sonst droht die Fortsetzung der Kärntner Ausverkaufspolitik an die RWE!

Wien (OTS) - "Mit gehöriger Verspätung scheint jetzt auch die Kelag zu bemerken, dass es in Europa einen gemeinsamen Binnenmarkt gibt. Im Gegensatz dazu haben die Unternehmen der Österreichischen Stromlösung schon entsprechend reagiert und sich auf eine gemeinsame Strategie geeinigt. Die nunmehrige Aufforderung von Vorstandsdirektor Hermann Egger an die Verbundgesellschaft, ihr alle Draukraftwerke zu verkaufen, um ebenfalls am Markt bestehen zu können, zeigt nur, wie schlecht es um die strategische Positionierung der Kelag in Österreich, aber auch in Europa steht", sagt Dr. Gerhard Heilingbrunner Präsident des Umweltdachverbandes.

Strom aus Wasserkraft ist in Europa ein gefragtes Produkt und wird in den kommenden Jahren noch wichtiger werden. Der Umweltdachverband unterstützt deshalb die Österreichische Stromlösung, da nur mit ihr gewährleistet werden kann, dass die Verfügungsgewalt über die heimische Wasserkraft auch im Land bleibt. Nur so kann verhindert werden, dass große Atomstromkonzerne wie die RWE, E.ON oder EDF, die vom österreichischen Steuerzahler finanzierten Wasserkraftwerke um ein Körberlgeld einsacken und die Wertschöpfung und die Verfügungsrechte ins Ausland abwandern.

"Mit dem Verkauf der Draukraftwerke an die Kelag würde nur die Ausverkaufspolitik des Kärntner Landeshauptmannes am Stromsektor unterstützt. Bei diesem Deal würde nur einer gewinnen, nämlich der Atomstromgigant RWE, der in diesem Fall wohl darauf drängen würde, die Kelag ganz zu übernehmen", warnt Heilingbrunner.

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