• 26.05.2003, 12:18:58
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  • OTS0113 OTW0113

Posch appelliert an Gorbach: Rechtsextremist Sailer nicht zum Abteilungsleiter zu machen

"Rechtsextremismus und hohe Beamtentätigkeit unvereinbar"

Wien (SK) Einen eindringlichen Appell, den im "Handbuch des
österreichischen Rechtsextremismus" prominent genannten Gerhard
Sailer, nicht zum Abteilungsleiter für Nahverkehr zu ernennen,
richtete SPÖ-Menschenrechtssprecher Walter Posch Montag an
Verkehrsminister Gorbach. "Ich fordere Gorbach auf, in dieser
Personalentscheidung keinesfalls der Reihung der äußerst unsensibel
agierenden Bewertungskommission zu folgen", so Posch gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Laut dem Wirtschaftsmagazin "trend" habe Gorbach
die Entscheidung noch nicht gefällt, Sailer wurde jedoch von der
Bewertungskommission für den Posten an die erste Stelle gereiht. Für
Posch stehe fest, dass die Funktion eines leitenden
Ministerialbeamten mit jahrzehntelanger Agitation in rechtsextremen
Postillen "absolut unvereinbar" sei. ****

Sailer habe sich nicht nur in den siebziger und achtziger
Jahren durch seine Unterstützung der "Aktion Neue Rechte" und
Beiträge in der rechtsextremen Zeitschrift "Fakten" einen Namen im
neonazistischen Milieu gemacht, sondern sei bis in die Gegenwart "in
dieser Szene verwurzelt", so Posch, der abschließend darauf verwies,
dass Sailer im Mai 2001 in Andreas Mölzers "Zur Zeit" u.a. folgendes
schrieb: "Wozu ist die FPÖ in der Regierung, wenn Asylkriminelle und
Heroinafrikaner mehr denn je ihr Unwesen treiben und der Bürger
schlimmer als je zuvor für dubiose Entschädigungsansprüche
ausgepresst wird!" (Schluss) se/mm

OTS0113    2003-05-26/12:18

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