GBH-Bundesvorstand: Wir lassen uns nicht länger vertrösten!

Bundesregierung soll letzte Chance am Runden Tisch nicht ungenützt verstreichen lassen!

Wien (GBH/ÖGB)."Der ÖGB ist in den Fragen der Pensionsreform weiterhin gesprächsbereit. Wir erwarten aber, dass es am heutigen Runden Tisch seitens der Bundesregierung in den Kernpunkten endlich gangbare Lösungen gibt. Wir lassen uns sicher nicht von einem Termin auf den nächsten vertrösten. Herr Bundeskanzler Schüssel, die ArbeitnehmerInnen wollen gehört werden, und wenn Sie nicht konsensbereit sind, werden sich die ArbeitnehmerInnen anders Gehör verschaffen!", so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer in der Sitzung des Bundesvorstandes der GBH am Montag.++++

Der Bundesvorstand der GBH ist sich einig:: "Die derzeitigen Pensionsreform-Vorstellungen der Regierung sind unbrauchbar. Wir fordern Wahlfreiheit bei der vorzeitigen Alterspension für Menschen, die 45 Jahre lang gearbeitet haben. Wir erwarten, dass eine Pensionssicherungsreform, die diesen Namen auch verdient, in Vernetzung mit der Gesundheitspolitik und dem Arbeitsmarkt gesehen wird. Die Menschen können nicht bis 65 arbeiten, wenn ihnen kein Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Und sie können auch nicht bis 65 arbeiten, wenn sie sich in ihrem Beruf vorher schon buchstäblich 'kaputt gearbeitet' haben. Deshalb muss es in einer 'Pensionssicherungsreform' auch eine Regelung geben, die Schwerarbeit im Pensionsrecht berücksichtigt. Ein Bauarbeiter kann auch bei unserer heutigen guten Gesundheitsvorsorge seinen belastenden Beruf, in dem er tagtäglich mit widrigsten Witterungsbedingungen, Lärm, Staub, Stress, großen Lasten und gefährlichen Maschinen und Arbeitsstoffen konfrontiert ist, nicht 50 Jahre lang ausüben, ohne schwerste gesundheitliche Schäden davonzutragen. Und die Bau- und HolzarbeiterInnen erwarten, dass der heutige Runde Tisch Verhandlungsergebnisse bringt, bei denen die Menschen nicht fürchten müssen, wegen der hohen Abschläge und der übrigen sozialen Grausamkeiten in den Plänen der Bundesregierung in der Pension an der Armutsgrenze oder darunter leben zu müssen. Herr Bundeskanzler Schüssel, nutzen Sie diese Chance, führen Sie keine Scheinverhandlungen! Wir lassen uns nicht mehr vertrösten. Wir fordern eine Politik der sozialen Gerechtigkeit. Die Menschen in Österreich unterstützen unsere Forderungen!"

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft Bau-Holz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sonja Schmid
Tel. 01/401 47-246
E-Mail: sonja.schmid@gbh.oegb.or.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004