GAP-Reform: Endlich Ökologisierung berücksichtigen und Förder-Unrecht nicht fortschreiben!

Wien (OTS) - Anlässlich des heute beginnenden
EU-Agrarministerrates fordern Österreichs Bio-BäuerInnen nochmals die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte in der Diskussion zur EU-Agrarreform ein.

Konkret fordern die Vertreter der österreichischen Bio-BäuerInnen in einer gemeinsamen Erklärung:

1. eine einheitliche Ackerprämie für sämtliche Ackerflächen - auch für bisher nicht geförderte Alternativkulturen und eine wirksame Sicherstellung der Grünlandbewirtschaftung;

2. die stärkere Umleitung der EU-Mittel weg von überproduktions-anheizende Direktzahlungen hin zu Öko-Betriebsformen und zur Ländlichen Entwicklung;

3. die Abflachung der Degressionskurve bei kleinen und mittelgroßen Betrieben. Österreichs zahlreiche kleinere und mittlere Vollerwerbs- und Zuerwerbsbetriebe sollen weniger belastet und der Arbeitskräfteeinsatz positiv berücksichtigt werden;

4. die Beibehaltung des Milch-Quotensystems. Dadurch werden Bio-Betriebe in ökologisch und touristisch sensiblen Lagen -insbesondere im Alpenbereich -gesichert. Eine Ausweitung der Quote würde nur die Milch-Überproduktion von Neuem anregen und zu einer Konzentration der Milchwirtschaft in den Gunstlagen der Täler führen.

Entkoppelung generell denkbar!

Für Österreichs Bio-BäuerInnen ist nur eine Teil-Entkoppelung der Tierprämien von der Produktion denkbar, sofern dadurch keine Benachteiligung von Bio-Betrieben und extensiv wirtschaftenden Betrieben gegenüber Intensivproduzenten erfolgt und eine ökologische und tiergerechte Entwicklung gefördert wird. Die bisherigen Vorschläge zur Agrarreform schreiben die Förder-Ungerechtigkeit in der Landwirtschaft fort und gehen auf Kosten der Lebensmittelqualität und des Umweltschutzes, wird in einer gemeinsamen Aussendung kritisiert.

Österreich liegt mit 9,2% Bio-Bauernanteil derzeit noch im europäischen Spitzenfeld.

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Mag. Franz-Jakob Purkarthofer
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