Runder Tisch: Darabos fordert Teilnahme der Opposition

"Regierungsvorschläge in sich unschlüssig" - SPÖ für Solidarbeitrag bei Höchstpensionen

Wien (SK) "Was die Regierung vorgelegt hat, ist in sich unschlüssig. Das ist keine Reform", bekräftigte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos im Vorfeld des heutigen Runden Tisches zur Pensionsreform. Darabos fordert die Einbindung der Oppositionsparteien SPÖ und Grüne beim Runden Tisch. Er betonte die Bereitschaft der SPÖ zur Diskussion auf Basis ihres Pensionsmodells "Fairness-Pension", worin eine echte Harmonisierung der Pensionssysteme enthalten ist. "Eine Pensionsreform ohne die Harmonisierung ist undenkbar", so Darabos am Montag gegenüber der SPÖ-Pressedienst. ****

Überdies bekräftigt Darabos die SPÖ-Forderung nach einem Solidarbeitrag bei Hoch- und Höchstpensionen. Nach dem Vorschlag der SPÖ soll der Solidarbeitrag zehn Prozent von jenem Teil der Pension betragen, der die ASVG-Höchstpension (derzeit 2.365 Euro pro Monat) übersteigt. Die Erlöse aus dem Solidarbeitrag sollen nach dem Konzept der SPÖ in einen Pensionssicherungsfonds für die Finanzierung der zukünftigen Pensionen fließen, wenn ab dem Jahr 2020 ein starker Anstieg bei der Zahl der Pensionisten verzeichnet wird.

Skeptisch beurteilt der SPÖ-Bundesgeschäftsführer auch das Regierungsangebot zur "Deckelung" der Verluste mit zehn Prozent. Diese Beschränkung würde nur für wenige Jahre gelten: "Danach treten die radikalen Kürzungen unvermindert in Kraft", warnte Darabos. (Schluss) wf

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003