ÖAMTC befürchtet Lkw-Flucht durch künftige Maut

Club fordert Autobahn-Routenbindung für Lkw-Fernverkehr

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Mit der Einführung der Lkw-Maut Anfang 2004 drohen Schwerfahrzeuge auf total unsichere Straßenstücke auszuweichen", sagt ÖAMTC-Experte Willy Matzke. Besonders gefährlich könnte es nach Ansicht des Clubexperten auf der klassischen Südroute der ehemaligen Bundesstraße 17 werden. Da der Vollausbau dieser Semmeringroute zwischen Wien und Klagenfurt bei Judenburg endet, wird von dort bis Klagenfurt auch keine Lkw-Maut eingehoben. Damit kostet die Lkw-Fahrt von Wien über den Semmering ab 1.1.2004 nach Klagenfurt nur rund 50 Euro. Bei der Lkw-Fahrt über die Süd-Autobahn (A 2) werden dagegen 87 Euro fällig. Die Strecke von Judenburg bis zur Kärntner Landesgrenze ist straßenbaulich bedenklich - damit für den Lkw-Fernverkehr völlig ungeeignet und extrem gefährlich. Der ÖAMTC-Experte sieht dies durch zahlreiche Unfälle auf dem gefürchteten Perchauer Sattel zwischen Scheifling und Neumarkt bewiesen.

Die Umweltbelastungen in den zahlreichen Durchfahrten der Naturpark-Orte wie Scheifling und Neumarkt (dort wurde als "Verzweiflungstat" schon Tempo 30 verhängt) sind völlig inakzeptabel. Daher fordert der Club dort drastische Fahrbeschränkungen für den Lkw-Fernverkehr und eine zwangsweise Routenbindung auf die Südautobahn.

Nachdem der ÖAMTC aktiv mitwirken möchte, die Straßen sicherer zu gestalten, hat der Club alle Verantwortlichen zu einem Runden Tisch auf höchster Ebene geladen. Diese am 28. Mai vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie unterstützte Gipfelkonferenz mit allen Interessenvertretern basiert auf der ÖAMTC-Initiative "Sicherer Schwerverkehr" und findet unter der persönlichen Mitwirkung von Bundesminister Hubert Gorbach statt.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002