Kelag: Österreichische Stromlösung zu fairen Wettbewerbsbedingungen

Klagenfurt (OTS) - "Wir begrüßen es, wenn die österreichische Stromlösung (ÖSL) zustande kommt, wollen aber als Kelag auch unter den neuen Rahmenbedingungen als starker und unabhängiger Marktteilnehmer auftreten können," sagt Hermann Egger, Vorstandsdirektor der Kelag. "Wir sind überzeugt und vertrauen darauf, dass Wirtschaftminister Martin Bartenstein als oberster österreichischer Wettbewerbshüter neben der ÖSL weitere wettbewerbsfähige Unternehmen unterstützt."

Eigenerzeugung der Kelag stärken

"Damit wir uns neben der ÖSL auf dem österreichischen Strommarkt behaupten können, benötigen wir zusätzliche Kraftwerkskapazitäten. Deshalb schlagen wir vor, unsere 10-%-Beteiligung an der AHP gegen Kraftwerkskapazitäten an der Drau einzutauschen," erklärt Egger. "So ist sichergestellt, dass auch unter den neuen Rahmenbedingungen die Mechanismen des freien Marktes in Österreich funktionieren. Außerdem leistet die Kelag mit diesem Tausch einen Beitrag zur Entflechtung der Elektrizitätswirtschaft in Österreich."

Diesen Standpunkt hat die Kelag auch gegenüber den Wettbewerbsbehörden in Brüssel vertreten. Die EU beobachtet sehr sensibel, ob mit der ÖSL in Österreich möglicherweise ein neues Monopol entsteht. Das kann weder im Sinne der Kunden noch im Sinne des für den freien Markt zuständigen Ministers Martin Bartenstein sein. "Wir vertrauen auf Minister Bartenstein, dass er zur Erhaltung des Wettbewerbes in Österreich gegenüber Brüssel auch die Interessen der Kelag vertritt und nicht einseitig agiert. Der österreichische Markt braucht mehrere starke und unabhängige Energieversorger," erklärt Egger.

Derzeit behauptet sich die Kelag erfolgreich auf dem freien österreichischen Strommarkt. Das Zustandekommen der ÖSL verändert die Marktbedingungen jedoch gravierend. "Mit einer Eigenerzeugung, welche den Bedarf unserer bestehenden Kunden deckt und Spielraum lässt, um neue Kunden anzusprechen, können wir auch in Zukunft als starker Marktteilnehmer auftreten," sagt Egger. "Dann können sich private, gewerbliche und industrielle Kunden auch mittel- und langfristig faire Preise und Dienstleistungen erwarten."

Auch der Volkswirtschafter Friedrich Schneider von der Universität Linz kam in seiner Studie zur geplanten Österreichischen Stromlösung zum Ergebnis, dass zur Sicherung des Wettbewerbes Nicht-ÖSL-Teilnehmer gestärkt werden müssten. "Diese Studie liegt auch der EU-Kommission vor", erklärt Egger. "Wir sind schon sehr gespannt darauf, wie die Wettbewerbsbehörden in Brüssel entscheiden werden. Sollte es zu keiner ausreichenden Sicherung des Wettbewerbes in Österreich kommen, behält sich die Kelag alle rechtlichen Schritte vor, um den freien österreichischen Strommarkt auch in Zukunft zu sichern," kündigt Egger an.

Rückfragen & Kontakt:

Kelag
Josef Stocker
Tel.: +43 (0)463/525-1285
Fax: +43 (0)463/525-1607
presse@kelag.at
http://www.kelag.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KEL0001