Brosz: Bildungsministerium bestätigt Fehler bei der Stundenberechnung

Grüne: "Stundenkürzung muss bis zur restlosen Klärung ausgesetzt werden"

Wien (Grüne) - "Offenbar kann auch das Bildungsministerium nicht mehr an der grobfalschen Berechnung der Zahl der Unterrichtsstunden österreichischer SchülerInnen festhalten. Die Stundenkürzung muss daher bis zur Klärung der Fehler des Ministeriums ausgesetzt werden. Alles andere wäre pädagogisch fahrlässig," so der Bildungssprecher der Grünen Dieter Brosz.

Nachdem die OECD durch die Grünen auf die falsche Berechnung des Bildungsministerium aufmerksam gemacht wurde, hat diese das Ministerium zu einer Stellungnahme aufgefordert. In der Antwort heisst es nun: "From a nowadays point of view we have encountered some inaccuracies in the treatment of the curriculum subject and number of lessons."

Damit gesteht das Bildungsministerium endlich ein, auf Ungenauigkeiten gestoßen zu sein. Bildungsministerin Gehrer hat im Budgetausschuss auf die angebliche Schwierigkeit bei der Berechnung hingewiesen. " Das ist eine reine Schutzbehauptung. Die korrekte Berechnung der Unterrichtsstunden auf Basis der OECD-Kriterien ist eine Aufgabe weniger Minuten. Offenbar schreckt das Ministerium aber davor zurück, weil die eigene Argumentation noch mehr beschädigt würde," so Brosz weiter.

"Da Gehrer weiterhin an der Stundenkürzung festhält, nimmt sie allen pädagogischen Argumenten die Glaubwürdigkeit. Reformen sind notwendig, aber mit Sicherheit keine simplen Streichungen. Bildungsministerin Gehrer geht es als Erfüllungsgehilfin des Finanzministers ausschließlich um weitere Budgetkürzungen," so Brosz abschließend.

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