Verzetnitsch zu Grasser: Erst nach ÖGB-Aktionen bewegte sich die Regierung

ÖGB ist keine Nebenregierung, sondern vertritt die Interessen der ArbeitnehmerInnen

Wien (ÖGB). ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch erinnerte am Sonntag im Anschluss an die ORF-Pressestunde, dass der ÖGB die Arbeitnehmerinteressen vertritt. Grassers Behauptung, der ÖGB verstehe sich als "Nebenregierung",wies Verzetnitsch zurück. Der ÖGB kritisiere keine Regierung, sehr wohl aber deren Politik. Verzetnitsch: "Wir vertreten die Interessen der
ArbeitnehmerInnen." ++++

Weiters wies Verzetnitsch darauf hin, dass die Bundesregierung erst durch die Abwehrstreiks sowie die Großdemo des ÖGB bereit war, über ihre Pensionsreformpläne zu diskutieren. Verzetnitsch: "Grasser soll nicht so tun, als ob die Diskussionsbereitschaft von der Regierung ausgegangen ist. Erst nach den Aktionen des ÖGB und durch Vermittlung des Bundespräsidenten war die Regierung zu Verhandlungen bereit."

Die Deckelung der Pensionskürzungen mit zehn Prozent werde von Grasser als "Entlastung" dargestellt - tatsächlich aber bedeute diese Maßnahme eine Pensionskürzung um 1,2 Monate pro Jahr. "Von Entlastung kann hier keine Rede sein", so Verzetnitsch abschließend.

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