KORREKTUR - Seniorenbund-Obmann Knafl mahnt: "Keine Verzögerungen - Pensionssicherungsreform jetzt!"

Neuregelung der Pensionsanpassung muß soziale Not von Pensionisten verhindern

Wien (OTS) - KORREKTUR zu OTS 017. Im letzten Satz von Punkt 4.
hat der Nebensatz zu entfallen.

Hier der korrigierte Text:

Aus Anlaß der aktuellen Verhandlungen betonte der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, LH-Stv.a.D. Stefan Knafl, bei der heutigen Feier zum 25 Jahre-Jubiläum des Seniorenbundes Heiligenblut, dass der Österreichische Seniorenbund nach wie vor konsequent die rascheste Durchführung der von der Bundesregierung geplanten Pensions-sicherungsreform unterstützt und vor Verzögerungen bei der Umsetzung warnt. Wie Knafl ausführte, sind folgende Gründe ausschlaggebend, weshalb die Reformschritte dringend zu setzen sind:

1. Die gewaltigen demographischen Veränderungen der letzten 30 Jahre in den Bereichen Lebenserwartung = 9 Jahre länger, Ausbildungszeit = 6 Jahre länger und Pensionsbezug = über 11 Jahre länger, demgegenüber verringerte sich aber die Arbeitszeit der Erwerbstätigen (also die Zeit der Beitragseinzahlungen) um
mehr als 8 Jahre !

2. Im Jahre 2000 waren die Neupensionen im Durchschnitt um 17,71 % höher als jene im Pensionsstock und um 31 % höher als die der Pensionsabgänger. Und die Neupensionen erhöhen sich jährlich um rund 1,5 % - alleine durch die Änderung der Beschäftigtenstruktur. Alle Experten sind sich daher völlig einig, dass hohe Neupensionen und hohe jährliche Pensionsanpassungen nicht weiter finanzierbar sind.

3. Die Nettoersatzrate, heute bei 88/90%, liegt bei Pensionsabgängern bereits nur mehr bei 60 % !

4. Im Rahmen der Verhandlungen, die in diesem Herbst zur Neuregelung der Pensionsanpassungsbestimmungen zu führen sind, muß gesichert werden, dass die Bezieher niedriger Pensionen nicht unter die Armutsgefährdungs-schwelle rutschen. Es ist daher unerläßlich, dass anstelle der geltenden, äußerst komplizierten und praktisch unverständlichen Pensionsanpassungsbestimmungen eine neue Regelung gefunden wird, die einerseits verständlich formuliert ist und andererseits dafür sorgt, dass Pensionisten nicht in soziale Not geraten können.

Knafl mahnte eindringlich: "Gegen diese Entwickung müssen jetzt rasch wirksame Schritte unternommen werden, um großen Schaden für Jung und Alt zu verhindern."

Knafl machte weiters darauf aufmerksam, dass eine Pensionsreform nicht für alle Ewigkeit gemacht ist, sondern bei Veränderungen der Grundvoraussetzungen auch in Zukunft Änderungen und Anpassungen der gesetzlichen Pensions-bestimmungen zeitgerecht erfolgen müssen, um Konflikte und Diskussionen, wie sie jetzt stattfinden, zu vermeiden.

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