Wiener Neustadt: Erinnerungs- und Generationentheater im Landes-Pensionistenheim

Prokop: BewohnerInnen des Heimes können ihr Leben aufarbeiten

wiener Neustadt (NLK) - Die Bewohnerinnen und Bewohner des NÖ Landes-Pensionisten- und Pflegeheims Wiener Neustadt hätten die Möglichkeit, durch das Mitwirken bei einer Theateraufführung auch ihr Leben selbst aufzuarbeiten, sagte heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, unmittelbar bevor das Stück "Mit 17 hat man noch Träume..." in Szene gesetzt wurde. Die heutige Premiere im NÖ Landes-Pensionisten- und Pflegeheim sei gleichzeitig die Premiere für das neue Haus selbst, das wirklich alle Voraussetzungen erfülle, meinte Prokop und verwies auf das Umzugsdatum der BewohnerInnen, die am 11. Juni das alte Pensionistenheim räumen werden. Die Kosten, so Prokop, für das neue Heim beliefen sich auf rund 15,5 Millionen Euro, der alte Bau unmittelbar daneben würde ab dem 14. Juli abgerissen.

Seit August 2002 haben zwei Theaterpädagoginnen, die Leiterin des SOG.Theaters, Margarete Meixner und Regina Schreiber, die BewohnerInnen des Heimes regelmäßig besucht, um im Rahmen von Workshops Erlebnisprotokolle aufzuzeichnen. "Zum Schluss beim letzten Feinschliff haben die Heimbewohner auch die Möglichkeit gehabt, selbst Regie zu führen", meinte Meixner. "Bei den Proben für dieses Stück hat man immer wieder gehört, sie haben diese oder jene Passage selbst so gesagt", ergänzte Schreiber.

Mit dem Erinnerungs- und Generationentheater kommt unter der Regie des SOG.Theaters eine völlig neue Form erstmals in Niederösterreich zur Aufführung. Gezeigt wird das Aneinanderreihen von Erinnerungsgeschichten, verwoben mit dem Leben und den Träumen heutiger Jugendlicher. Seinen Ursprung nahm diese Form des Theaters in den 90er Jahren in Großbritannien. Sechs Jugendliche, Schülerinnen und Schüler des Bundes-Oberstufenrealgymnasiums in Wiener Neustadt, führen dieses Stück auf.

Gefördert wurde die Aufführung unter anderem aus Mitteln des Bundesministeriums für Soziale Sicherheit und Generationen, des Fonds "Gesundes Österreich" und der Abteilung Kultur und Wissenschaft des Landes Niederösterreich.

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