• 23.05.2003, 14:42:53
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FP-Herzog: Aberkennung des Ehrengrabes für Walter Nowotny ist ein Kultur- und Tabubruch!

Der Wert einer Gesellschaft lässt sich auch daran messen, wie sie mit ihren Toten und Gefallenen umgeht!

Wien, 23-05-2003 (fpd) - Daß nunmehr, fast 60 Jahre nach dem Tod des
Luftwaffenmajors Walter Nowotny, eine Diskussion um sein Ehrengrab am
Wiener Zentralfriedhof vom Zaun gebrochen wird, zeige einmal mehr die
aufgesetzte moralische Entrüstung der selbsternannten Gutmenschen in
Wien, so heute Stadtrat Johann Herzog während der Diskussion im
Wiener Gemeinderat.

Die Wertungen des heutigen Zeitgeist sind sehr Zweifelhaft, vor allem
dann, wenn es gegen Denkmäler und Grabmäler geht. Weiters stellte
Herzog fest, daß Walter Nowotny nicht Mitglied der NSDAP war. Er kann
es auch nach menschlichem Ermessen gar nicht gewesen sein, da die
NS-Parteimitgliedschaft mit seiner Tätigkeit als
Wehrmachtsangehöriger nicht vereinbar gewesen wäre und er vor seiner
Luftwaffenzeit gar nicht das nötige Eintrittsalter besaß. Auch der
Grabstein für Walter Nowotny, der 1958 feierlich eingeweiht wurde,
war mit den zuständigen Stellen im Nachkriegsösterreich akkordiert.

Herzog stellte auch fest, daß bei der Absturzstelle Nowotnys bei
Osnabrück alljährlich eine Gedenkfeier für die gefallen Soldaten des
Krieges stattfindet. Weder der sozialistische Verteidigungsminister
Rudolf Scharping noch die rot-grüne Herrlichkeitskoalition in der
Bundesrepublik Deutschland hat bisher etwas Ehrenrühriges daran
gefunden.

Eine ganze Generation soll durch diesen Tabu- und Kulturbruch der
Grünen und der Wiener SPÖ in einen Topf geworfen werden und dieser
Antrag stelle nicht nur eine massive Missachtung der
Kriegsgeneration, sondern auch eine Beleidigung der Aufbaugeneration
dar. Dieser Angriff von Nachgeborenen auf das Schicksal einer
Generation die die Heimat wieder aufgebaut hat, so sie den Krieg
überlebte, ist nicht nur kleinmütig, dieser Antrag der Grünen richtet
sich durch seine Durchsichtigkeit von selbst.

Daß auch Pierre Clostermann, ein französischer Leutnant der Royal Air
Force und sein gegenüber im Luftkampf, Walter Nowotny die Achtung in
seinem Buch "Die große Arena" nicht versagte, möge für alle jene ein
mahnendes Beispiel sein, die heute das Gedenken an die Opfer des
Krieges mit Füßen treten eine ganze Generation verunglimpfen.
(Schluß) jen

Rückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen, Pressestelle, Tel.: (01)
4000 / 81 798

OTS0216    2003-05-23/14:42

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