Greenpeace: Klestil muss europäische Allianz gegen Atomkraft formen

Mit Deutschland, Italien, Polen gemeinsam für ein atomfreies Europa

Salzburg/Wien (OTS). – Anlässlich des Präsidentengipfels in Salzburg
fordert Greenpeace Bundespräsident Klestil heute auf, sich aktiv für ein atomfreies Europa einzusetzen. Mit einem überdimensionalen Atomzeichen auf dem Salzburger Mirabellplatz werden die anwesenden europäischen Staatspräsidenten heute auf die berechtigten Ängste der österreichischen Bevölkerung vor der Atomkraft aufmerksam gemacht. "Angesichts der Pannenserie im ungarischen AKW Paks und den tschechischen Ausbauplänen zum AKW Temelin muss auch Bundespräsident Klestil heute den europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie ansprechen", fordert Greenpeace-Atomsprecher Erwin Mayer. Greenpeace regt die Formierung einer Allianz der Anti-Atomstaaten Deutschland, Italien, Polen und Österreich an um den osteuropäischen Nachbarstaaten den Ausstieg aus der Atomenergie wirtschaftlich zu erleichtern.

Von den am Gipfel teilnehmenden 17 Ländern sind neun Länder (Polen,
Italien, Mazedonien, Kroatien, Moldavien, Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Österreich) atomfrei. Deutschland hat bereits den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Sieben Staatschefs vertreten beim heutigen Gipfel Länder die noch auf Atomenergie setzen: Ukraine, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Tschechien. Vorläufig gibt es unter den heutigen EU-Staaten eine klare Mehrheit für den Ausstieg aus der Atomenergie. "Durch den Beitritt von zahlreichen osteuropäischen Staaten könnte sich dieses Verhältnis zuungunsten der Anti-Atomstaaten verschieben", befürchtet Mayer. Deswegen ist es für Österreich wichtig, rechtzeitig schon bei diesem Gipfel weitere Verbündete in Ost- und Mitteleuropa zu suchen. "Ein doppeltes Pannen-AKW Temelin und ein AKW Paks das länger in Betrieb bleiben soll, darf von Österreich nicht akzeptiert werden", fordert Mayer. Greenpeace setzt stattdessen auf höhere Ausbauziele für erneuerbare Energien und mehr europäische Unterstützung für die Beitrittsländer bei einem Umstieg auf erneuerbare Energien und höherer Energieeffizienz.

Greenpeace ruft angesichts der aktuellen Bedrohung durch
grenznahe
und störanfällige Atomkraftwerke wie Temelin, Mochovce und Paks zur Unterschrift beim Volksbegehren vom 10.-17. Juni auf. "Jeder Salzburger kann der Bundesregierung in Wien mit seiner Unterschrift einen klaren Auftrag für ein atomfreies Europa auf den Weg geben" hofft Mayer auf rege Beteiligung beim Volksbegehren in Salzburg.

Internet:
http://www.greenpeace.at/atomvolksbegehren

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MMag. Franko Petri,
Pressesprecher Greenpeace,
tel. 0676-5147246
Mag. Erwin Mayer,
Volksbegehrenssprecher Greenpeace,
tel. 0664-2700441
Weitere Informationen zum Volksbegehren im

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