Neue Technologien und Organisationsformen im Straßenbau

Betonstrassentagung 2003 zeigt Trends und Anforderungen im modernen Straßenbau

Wien (OTS) - Die wachsende Bedeutung von Beton im Straßenbau steht im Zentrum der Betonstraßentagung 2003, vom 22. Mai in Wien. Die Gründe dafür sind die zunehmende Verkehrsbelastung, die Qualität und Langlebigkeit und die Recylingfähigkeit von Betonstraßen, erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie DI Felix Friembichler. Das eröffnet neue Möglichkeiten für private Public Partnerships im Straßenbau.

2001 wurden in Österreich 494 Millionen Tonnen Güter transportiert, 346 Millionen Tonnen davon auf der Straße, 76 Millionen Tonnen auf der Schiene, der Rest auf der Donau und in Rohrleitungen. Damit werden 70 Prozent der Güter auf der Strasse befördert und nur 15 Prozent auf der Schiene. In den vergangenen 10 Jahren ist der Güterverkehr auf der Straße um mehr als ein Drittel gestiegen, ein Wachstum um weitere 50 Prozent bis 2015 ist prognostiziert. Weil moderne Betonstraßen in Bezug auf Widerstandsfähigkeit, Fahrkomfort, Lebensdauer und Erhaltung signifikante Vorteile aufweisen, ist das Autobahnnetz in Österreich schon jetzt zu rund 50 Prozent mit Betonfahrbahnen ausgerüstet und Beton wird in Zukunft Standardbauweise für schwerst belastete Verkehrswege.

Langlebige und sichere Betonfahrbahnen ermöglichen neue Finanzierungsmodelle

Die Lösung zur Bewältigung der Verkehrsproblematik kann nur über längere Lebensdauer, geringere Unterhaltskosten, kürzere Sanierungszeiten, erhöhte Verkehrssicherheit und umweltverträgliche Produktion der Straßen führen. Moderne Betonfahrbahnen haben ein Erneuerungsintervall von 40 Jahren auch bei schwerster Verkehrsbelastung und in den ersten 15 bis 20 Jahren ist praktisch keine Erhaltung nötig. Das ermöglicht neue Finanzierungsmodelle unter Einbeziehung der Privatwirtschaft, erklärte Friembichler. In Deutschland gehe man verstärkt dazu über, Funktionsbauverträge mit einer Laufzeit bis zu 30 Jahren für Autobahnen abzuschließen, wobei die errichtende Firma über Jahrzehnte auch für den Unterhalt verantwortlich ist.

Österreichs Betonstraßen sind Musterbeispiele für ökologischen Straßenbau.

In den letzten zehn Jahren wurden rund 200 km Fahrbahn auf Autobahnen nach dem Betonrecyclingprinzip hergestellt und 300 km Betondecke auf Fahrbahnen mit einer lärmarmen Waschbetonoberfläche versehen. Friembichler: "Damit sind Österreichs Betonstraßen auch Musterbeispiele für einen ökologischen Straßenbau. Moderne Betonleitwände, die bisher vorrangig bei Baustellen und im hochrangigen Straßennetz zum Einsatz kommen, haben zudem wesentliche Beiträge zur Verkehrsicherheit geleistet. Friembichler: "Sie sind ein wichtiger Schritt zu einer verzeihenden Straße, weil sie Unfälle verhindern oder in ihrer Schwere mindern." Experten schätzen, dass etwa 80 Prozent der Anfahrereignisse bei Beton-Leitsystemen gar nicht gemeldet werden, weil keine Verletzungen oder Schäden entstanden. Auf Autobahnen ist der Einsatz von Betonleitwänden als Mitteltrennung deshalb schon fast durchgängig "state of art."

Die Österreichische Betonstraßentagung 2003 wird von der Österreichischen Forschungsgemeinschaft für Straße und Verkehr, der Österreichischen Vereinigung für Beton und Bautechnik sowie der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie veranstaltet.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der österreichischen Zementindustrie
Andrea Baidinger, c/o Ecker&Partner
Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying GmbH
1060 Wien, Loquaiplatz 12
Tel.: 59932-15, Fax: 59932-30, a.baidinger@eup.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0006