LH Haider und Kelag pochen weiter auf neuerliche Sonderprüfung der Austria Hydro Power

Erste Sonderprüfung habe weder rechtliche noch wirtschaftliche Relevanz

Klagenfurt (LPD) - Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider bekräftigte heute, Mitwoch, seine Forderung nach neuerlicher aktienrechtlicher Sonderprüfung der Bilanzen der Verbund-Tocher Austrian Hydro Power (AHP). Bekanntlich muss das Land Kärnten gegenüber dem Kelag-Partner RWE eine Kompensationszahlung leisten, nachdem die erwarteten Dividenden der AHP an die Kelag, an der die RWE anteilsmäßig beteiligt ist, ausgeblieben sind. Grund: Einbußen aufgrund des vorjährigen Hochwassers in Österreich hätte auf die AHP-Bilanz gedrückt. Die erste Sonderprüfung der AHP auf Antrag der Kelag durch eine Wirtschaftsprüfungskanzlei hatte ergeben, dass das Bilanzergebnis korrekt sei.

Für Haider sei die erste Sonderprüfung "nicht korrekt abgelaufen", da die AHP "einen ihr angenehmen Prüfer" bestellt habe. Auch die Kelag selbst ist weder mit der Höhe der Gewinnausschüttung, noch mit der Person des seitens der Verbundgesellschaft ausgewählten Sonderprüfers einverstanden, wie aus einem Schreiben an den Landeshauptmann hervorgeht. Die Fragen seien gerichtsanhängig und bis heute nicht entschieden, so Haider.

Wie der Landeshauptmann betonte, sei der vorliegende Bericht zu Gunsten der AHP nach Auffassung der Kelag von einem nicht zuständigen Sonderprüfer erstellt worden. Daher habe der entlastende Bericht nach Meinung der Kelag weder rechtliche noch wirtschaftliche Relevanz und sei nicht geeignet, den Vortand der AHP entsprechend zu entlasten. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0008