Bauernbund weist Aussagen vom ORF-"Report" zurück

Thaler: Bauern nicht gegeneinander ausspielen

Wien (AIZ) - "Darstellungen, wonach der Bauernbund sich nur für große Agrarbetriebe im Osten Österreichs einsetzt, entsprechen nicht der Realität. Vergleiche des EU-Statistikamtes 'Eurostat' zeigen deutlich, dass es in Österreich im Vergleich zu allen anderen EU-Mitgliedsländern gelungen ist, die Existenz von kleinen bäuerlichen Betrieben abzusichern." Dies stellte heute der Österreichische Bauernbund zu einem Beitrag über die Landwirtschaft im ORF-"Report" vom Dienstag Abend fest.

"Die durchschnittliche Fläche pro landwirtschaftlichem Betrieb ist in der EU nur in Portugal, Griechenland und Italien niedriger, als in Österreich. Es gibt EU-weit in keinem Land so wenig große Rinder- und Schweinehalter wie bei uns. Diese Zahlen zeigen ganz klar, dass die vom Österreichischen Bauernbund initiierten und unterstützten Maßnahmen erfolgreich die kleinbäuerlichen Familienbetriebe in unserem Land abgesichert haben", unterstrich Bauernbunddirektor Matthias Thaler.

Maßnahmen zur Sicherung der kleinbäuerlichen Struktur greifen

"Gerade in den letzten Jahren wurde dieser Weg mit der Einführung des Sockelbetrages für die Bergbauern 2001 konsequent weiterverfolgt. Dabei handelt es sich um eine EU-weit einzigartige Form, kleine Bergbauernbetriebe gezielt zu unterstützen. Neben speziellen Ausgleichsmaßnahmen für benachteiligte Gebiete, wie der Ausgleichszahlung für Berggebiete in der Größenordnung von EUR 192 Mio., profitieren die Kleinbetriebe überproportional von den betriebs- und personenbezogenen Unterstützungen. Dazu gehören unter anderem die Investitionsförderungen und die Niederlassungsprämie für Jungunternehmer", so Thaler.

"Die größten Erfolge zur Absicherung der kleinen Betriebe wurden im Ausbau von neuen Einkommensquellen und der Vertiefung der Wertschöpfung erzielt. So werden in kaum einem anderen Land Europas so viele Lebensmittel auf Bauernhöfen be- und weiterverarbeitet wie in Österreich. Weiters wurde der bäuerliche Dienstleistungsbereich, wie etwa 'Urlaub am Bauernhof' modernisiert und ausgebaut. Auch andere Bereiche wie die Erbringung von Kommunal-Dienstleistungen durch bäuerliche Organisationen konnten rasant weiterentwickelt werden und sichern so eine optimale Auslastung von landwirtschaftlichen Maschinen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen bäuerlichen Familienbetriebe", betonte Thaler.

Der Österreichische Bauernbund werde sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass die Stärken der einzelnen Regionen und Betriebstypen gezielt weiterentwickelt werden. Den Versuchen, die österreichische Bauernschaft durch das Gegenrechnen von Unterstützungsmaßnahmen -etwa der Ausgleichszulage für die Berggebiete und die Investitionsunterstützungen gegen Marktordnungsprämien für Ackerflächen - untereinander auszuspielen, werde der Bauernbund mit aller Entschiedenheit entgegentreten, so Thaler.
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