Glawischnig: Kulturbudgetkürzungen Armutszeugnis für Gehrer

Was tut Ministerin, wenn Albertina gesetzliche Aufträge nicht erfüllt?

Wien (OTS) Die Kürzungen bei den Kulturausgaben belaufen sich im Vergleich zu 2002 auf 12 % und lassen den Schluss zu, dass die Kulturministerin die Aufgaben von Institutionen, die im Bereich Kulturvermittlung bzw. öffentliche Büchereien tätig sind, für irrelevant erachtet. Anders lassen sich die eklatanten Budgeteinbrüche im Bereich allgemeine Kulturförderung (ÖKS und Kulturkontakt) mit minus 10% sowie minus 15% in der Erwachsenenbildung nicht interpretieren. Angesichts dessen könne nur ein Schluss gezogen werden: "Das Kulturbudget des Bundes für das Jahr 2003 ist ein Armutszeugnis für Elisabeth Gehrer", so Eva Glawischnig, stv. Klubobfrau und Kultursprecherin der Grünen.

Die Folgen dieser Kürzungen etwa in der Albertina bestätigten das Unbehagen der Grünen an der Ausgliederung der Bundesmuseen. Geopfert würden als erstes die Forschungsaufgaben der Museen: Wie anders lasse sich erklären, dass Direktor Schröder, der mit Billigung von Gehrer durch den Bau der Ausstellungshallen und deren Folgekosten nun in Budgetprobleme geraten ist, auf das eingefrorene Bundesbudget mit der weiteren Reduktion bzw. vollständigen Einstellung der Sammlungskataloge, der Inventarisierungs- und Digitalisierungsarbeiten sowie der Restaurierungsarbeiten an Sammlungsobjekten droht. "Gehrer muss die Frage beantworten: Welche Konsequenzen hat es hat, wenn ein Direktor die gesetzlichen Aufträge nicht mehr erfüllt?", so Glawischnig.

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