Ladenöffnungszeiten: Schaunig: Flexibilisierung wird für Kärntner Frauen zur nächsten Jobbarriere

Schaunig kritisiert Landeshauptmann Haider

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik übt Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut an den Aussagen des Kärntner Landeshauptmannes, der gegenüber der APA festgestellt hatte, dass die neuen Regelungen für Kärnten nur zu marginalen Ausweitungen führen würden. "Der Landeshauptmann übersieht scheinbar, dass zwei Drittel der Kärntner Handelsangestellten Frauen sind, die von der Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten mit voller Härte getroffen werden", dazu Frauenreferentin Gabriele Schaunig-Kandut.

Nicht nur, dass die Flexibilisierung der Arbeitszeiten eine völlig flexible Zeitgestaltung durch den Arbeitgeber ermöglicht, auch jene Regelung, die vorsieht, dass Mitarbeiter nur jeden zweiten Samstag arbeiten dürfen, ist gestrichen worden. "Damit leistet die Regierung einen weiteren Beitrag zur Belastung der Kärnterinnen und LH Haider redet sich auf die Tourismusregelung aus, ohne diese Konsequenzen für die Kärntner Frauen zu berücksichtigen", warnte Schaunig und ergänzte: "wenn Haider wie er gegenüber der APA feststellte überzeugt ist, dass die Wirtschaft die Ladenöffnungszeiten nicht annimmt, können wir uns Oberösterreich und Salzburg genauso gut anschließen und die neuen Öffnungszeiten auch per Verordnung einschränken um die KärntnerInnen vor den Folgen zu schützen."

Für Kärnten seien die Pläne der schwarz-blauen Regierung besonders gefährlich, da für eine Ausweitung die nötigen Rahmenbedingungen wie adäquate Kinderbetreuungsplätze und die entsprechende Nachmittagsbetreuung von 0-14 Jahren völlig auslassen. "Damit stehen vor allem Kärntens Frauen mit einer weiteren Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten erneut und schlimmer denn je im Spannungsfeld der Vereinbarkeit von Beruf und Familie", kritisierte Schaunig.

Es sei eine absolute Fehleinschätzung zu glauben die Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten habe geringe Auswirkungen auf Kärnten und bringe mehr Arbeitsplätze. Die letzte Ausweitung der Ladenöffnungszeiten 1997 habe gezeigt, dass diese Maßnahme nur dazu führt, dass Vollzeitarbeitsplätze in Teilzeitarbeitsplätze und so genannte "Macjobs" umgewandelt werden. "Wenn FPÖ und ÖVP immer wieder vorbringen, eine Flexibilisierung würde Arbeitsplätze schaffen, so muss man sagen, dass sie die Bevölkerung offensichtlich bewusst täuschen. (Schluss)

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