"Jugend Innovativ" - Forschernachwuchs in Österreich spitze!

"Das intelligente Pannendreieck" gewinnt den Ersten Preis.

Wien (OTS) - Für die Entwicklung eines Kommunikationssystems zur automatischen Absicherung von ruhendem Verkehr, der bei Unfällen auf Autobahnen entsteht, heimsten beim diesjährigen Wettbewerb "Jugend Innovativ" die Schüler Daniel Falterbauer, Rupert Friembichler, Stefan Kronberger und Franz Seiringer den Ersten Preis ein und damit EUR 2.000,-. Die vier Schüler der 2. Klasse der HTL Braunau haben einen Lösungsansatz gefunden, um das Gefahrenpotential "ruhender Verkehr" schneller und vor allem wirksam abzuschwächen - durch das intelligente Pannendreieck. Mit ihrem Projekt werden sie zudem als österreichische Vertreter zum Wettbewerb "15. European Union Contest for Young Scientists" nach Budapest (20.-26. September 2003) und zur Erfindermesse nach Nürnberg (im November 2003) entsandt.

Die Erfindung der pfiffigen Erstplatzierten: Sobald sich ein Unfall ereignet, wird durch den Airbag bzw. die Warnblinkanlage ein Sender aktiviert, der ein kodiertes Signal aussendet. Auf Verkehrszeichen oder Straßenleitpflöcken sind Empfangsmodule montiert, die das Funksignal empfangen und einen optischen Alarm aussenden. Durch die unmittelbar mit dem Geschehen verbundene Warnung soll gewährleistet werden, dass sich der nachfolgende Verkehr, in einem Streckenbereich von etwa 300 Metern, sofort auf die Gefahrensituation einstellen kann. Mit dem intelligenten Pannendreieck, könnte die Anzahl der jährlich 489 Verkehrsunfälle durch Zusammenstöße mit ruhendem Verkehr auf Österreichs Autobahnen maßgeblich reduziert werden.

Univ. Prof. Dr. Fritz Paschke (Juryvorsitzender) lobte bei der Preisverleihung am 21. Mai 2003 im Technischen Museum Wien, die zukunftsorientierte Betrachtungsweise der Schüler und den hohen Anteil an Innovation. Der Nutzen sowie die Wirtschaftlichkeit des Projektes und auch der soziale Wert stehen in einem ausgezeichneten Verhältnis. Und das Projekt wäre durchführbar.

"Jugend Innovativ" wird im Auftrag vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit alljährlich von der Innovationsagentur durchgeführt. Schüler/innen ab der 10. Schulstufe, sind dabei eingeladen, im Rahmen von fächerübergreifendem Projektunterricht Lösungen von Problemen oder Verbesserungen auszuarbeiten. Die Ausrichtung des Bewerbes auf die Bereiche Energie, Umwelt, Technik, Wirtschaft, Soziales und Design bietet allen Schularten die Möglichkeit zur Teilnahme. In den letzten 16 Jahren wurden 2.340 (!) Projekte eingereicht. Heuer nahmen 57 Schulen (2002: 64) mit 244 Projektarbeiten (2002: 201) teil. 2003 erhielten alle eingereichten Projekte einen Kostenzuschuss von bis zu EUR 500,-.

Das Team der HTBLuVA Mödling erhielt für die Entwicklung, Konstruktion sowie Fertigung eines Prüfgerätes für künstliche Bandscheiben den 2. Preis (EUR 1.500,-) und wird ebenfalls bei der Erfindermesse in Nürnberg vertreten sein.

Auf Rang drei (EUR 1.200,-) plazierte sich mit dem Projekt "Onlinemessung des Ölgehaltes von Schmierstoffemulsionen in Walzwerken" die HTL Braunau. Dieses Projekt wird ebenfalls beim EU Wettbewerb in Budapest vertreten sein.

Der 4. Platz (EUR 900,-) und die Entsendung zum "London International Youth Science Forum" (23. Juli - 08. August 2003) geht an das Projekt "Analysegerät zur Früherkennung von Spondylolisthese (Wirbelgleiten)" der HTBLA in Linz.

Mit der Entwicklung eines optischen Messsystems für die Produktion von Compact Disks landete die HTL Saalfelden auf Rang 5 (EUR 700,-).

Je EUR 300,- (Annerkennungspreis) erhielten die Projekte "PSS -Paragleit Sicherheits-System" (HTBLA Salzburg), "Keep on running" (B-HAK Oberpullendorf), "Weiterentwicklung der elektronischen Sonnenuhr" (HTBLA, Wien 10) und "Friends" (Vienna Business School Schönborngasse, HAK III, HAS IV und AUL).

Die Teilnahmebedingungen, die Förderkriterien, Detailinformationen zu diesen aktuellen Projekten sowie zu "Jugend Innovativ" sind unter der - gemeinsam mit dem Wettbewerb "cyberschool" gegründeten und vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung geförderten - Plattform www.talents.at abrufbar.

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