Broukal: Regierung setzt auf Kriegsgerät statt Forschungsförderung

Wien (SK) SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal stellte der schwarz-blauen Regierung im Rahmen eines Gesprächs am Dienstag Abend in Sachen Forschungsförderung ein durch und durch schlechtes Zeugnis aus. Broukal sah sich in seiner Kritik von ungewohnter Seite bestätigt. Selbst Gorbach habe in seinem Forschungsbericht die Situation in Österreich als "höchst durchschnittlich" und "nicht zufriedenstellend" bewertet, so Broukal. Das Problem der Regierung verortete der SPÖ-Wissenschaftssprecher in einer völlig falschen Schwerpunktsetzung - Stichwort Eurofighter. "Die Regierung ist zwar in der Lage Ratenzahlungen für den Ankauf von Kriegsgerät zu beschließen, sieht sich aber außer Stande einen jährlich steigenden Beitrag zur Forschung festzulegen", kritisierte Broukal. Was bleibe, seien hehre Ziele, die immer wieder hinausgeschoben werden.****

"Wir schneiden uns selbst die Füße ab, wenn wir nicht in zukunftsträchtige Bereiche investieren", verwies Broukal auf seinen oftmals erwähnten Grundsatz: "Die Grundlagenforschung von heute ist die angewandte Forschung von morgen, ist der Garant für qualitative Arbeitsplätze von übermorgen." Nicht zuletzt in Hinblick auf die bevorstehende EU-Osterweiterung sei es für Österreich enorm wichtig, eigene Produkte und Patente zu entwickeln, die man eben nicht so einfach woanders produzieren könne, so Broukal.

Angesprochen auf die Finanzierbarkeit der notwendigen steigenden Beträge für die Forschungsförderung, machte Broukal zum einen auf den Eurofighter-Kauf aufmerksam und machte zum anderen auf die Vermögen von Bartenstein, Prinzhorn und Co. aufmerksam, welche in steuersparenden Stiftungen geparkt seien.

In der Bildungspolitik hielt Broukal am "traditionellen SP-Konzept" der Gesamtschule fest, das bisher immer am Willen der ÖVP gescheitert sei. Als "andere Möglichkeit, Qualität ins Schulsystem zu heben" sah Broukal die Ganztagsschulen. Konkret habe sich die SPÖ als Ziel gesetzt, jede zweite Schule zu einer Ganztagsschule auszubauen, informierte Broukal. Sollte die Umsetzung dieses Vorhabens gelingen -wofür die Zeichen gut stehen - habe man zwar noch nicht das "Gelbe vom Ei" erreicht, gestand Broukal ein, aber man habe damit zumindest "die Ei-Schale aufgeditscht". (Schluss) lm

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