"Wassererlebnis Kärnten" soll dauerhaft Nutzen bringen

Marketing-Start 2003 - Aktionsprogramm zur Stärkung der Region und Betrieben - Vom Glockner bis zum Millstätter See: Zahlreiche tolle Projekte, Veranstaltungen und Aktionen

Klagenfurt (LPD) - Kärnten steht ab heuer bis einschließlich 2006 ganz besonders im Zeichen des Wassers. Das Aktionsprogramm "Wassererlebnis Kärnten" beginnt am Großglockner, setzt sich fort im Malta- und Liesertal und soll 2006 schließlich den Millstätter See erfassen. Kärnten sei das erste Bundesland, das sich dem Thema Wasser umfassend und nachhaltig widme, betonte Landeshauptmann Jörg Haider bei der Vorstellung des Aktionsprogramms, Teil 1, des Regionalschwerpunktes Oberes Mölltal in Heiligenblut. Mit Gemeinde-, Tourismus- und Projektverantwortlichen diskutierten neben Landeshauptmann Jörg Haider auch LHStv. Karl Pfeifenberger sowie die Landesräte Georg Wurmitzer, Gerhard Dörfler und Reinhard Rohr.

Das komplexe Thema Wasser sei damit ein Gesamtanliegen des Landes, betonte Haider. Es gehe darum, ganz Kärnten als umweltbewusstes Land mit großem Wasserreichtum und -qualitäten zu profilieren. Informationen, Ausbildung, Bewußtseinsbildung in Sachen Wasser sowie die Stärkung des ländlichen Raumes und die Nutzung neuer Tourismuschancen stehen im Vordergrund. Die Werbung rund um das Erlebnis Wasser erfolge durch die Kärnten Werbung und starte heuer, sagte Haider. Insgesamt werden 6,5 Mio. Euro aus den verschiedenen Referaten für das Aktionsprogramm aufgewendet, so Haider. Für die Projekte 2004 werden über 4 Mio. Euro flüssig gemacht. Hinzu kommen würden noch weitere Infrastrukturprojekte wie etwa der Mölltal-Radweg.

Wasser soll dauerhaft zum Schwerpunkt gemacht werden, unterstrich Tourismusreferent Pfeifenberger. Die Region brauche einen wichtigen Impuls in Richtung Ganzjahrestourismus. Wichtig seien Partnerschaften und Kooperationen und auch der Nationalpark müsse noch mehr "erlebbar" gemacht werden. Das Wassererlebnis sei eine enorme Chance für neue Investitionen und für die Betriebe.

Landesrat Georg Wurmitzer sagte, dass es ein Ziel sein sollte, von den rund jährlich 900.000 Besuchern des Glockners bzw. der Franz-Josefs-Höhe zehn Prozent zum längerem Verweilen in der Region zu bewegen. Die Politik könne nur beschränkt helfen, die Bevölkerung und alle Partner wie die Betriebe, Grohag (Großglocker Hochalpenstraße AG), Nationalpark und Alpenverein müßten hinter dem Generalthema Wasser und den Projekten stehen. Wurmitzer erwähnte auch ein großes Ökotourismusprojekt im Zusammenhang mit dem Nationalpark.

Umweltreferent Rohr meinte, es sei ideal, das Thema Wasser am Großglockner bzw. im Mölltal zu starten. Die Projekte sollten von der Bevölkerung angenommen und weiterentwickelt werden, so Rohr. Er verwies auf viele Aktivitäten rund ums Wasser wie seine Initiativen zum Kärntner Wasserkrug, Wasserfest oder Wasserlauf. Vom Kärntner Wasserkrug seien schon rund 2000 Exemplare verkauft worden, eine nächste Garnitur in dieser Größenordnung wurde bereits angeschafft. Der Wasserkrug sollte als wichtiges Zeichen überall eingesetzt werden. Rohr hob auch die Wichtigkeit einer Wasser-Datenbank hervor, eine andere Zielsetzung sei es, Wasser am Fluß erlebbar zu machen.

Familien- und Sportreferent Gerhard Dörfler teilte mit, dass der 80 km lange Möllradweg nächstes Jahr fertig sein werde. Das Thema Wasser sollte vor allem auch Familien und Kinder ansprechen. So werde im Rahmen einer Aktion jedes Kind eine Trinkwasserflasche bekommen. Auch ein öffentlicher Erlebniswasserpark für die Kleinen werde beim Kindergarten in der Gemeinde Großkirchheim errichtet. Sein Ziel sei es auch, im Jahre 2007 die Berglauf-Weltmeisterschaft in die Glockner-Region zu bekommen.

Grohag-Generaldirektor Christian Heu kündigte an, dass es Vergünstigungen für Besucher aus dem Norden auf der Großglockner-Hochalpenstraße geben werde, um während einer bestimmten Zeit verschiedene Ausflugsziele im Mölltal bezüglich der Maut kostengünstig erreichen zu können.

Im einzelnen wurden folgende Projekte näher vorgestellt: der ausgestaltete Gamsgrubenweg auf der Franz-Josefs-Höhe, der Alte Pocher im Kleinen Fleißtal mit Themenweg Tauerngold, der Ursprungweg Möll, die Erweiterung des Bergbauernmuseums Mentlhof in Apriach, der imposante Wasserfall Jungfernsprung mit Aussichtsplattform. Beim Alten Pocher etwa kann man die Goldgewinnung und -verarbeitung verfolgen und selbst Gold waschen. Die Kosten dafür wurden mit 270.000 Euro angegeben. Für die noch ausstehende Restfinanzierung dieses auch "familienorientierten Aktivprogramms" in Höhe von 90.000 Euro sagte Pfeifenberger zu, dass er eine Hälfte davon aufbringen werde, die andere müsse anders finanziert werden.

In Mörtschach sollen bergbäuerliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit Wasser präsentiert werden. Noch nicht geklärt ist die Nutzung des Mautturms in Winklern. Die Bürgermeister aus Winklern und Großkirchheim forderten eine stärkere Einbeziehung in das Aktionsprogramm. Der Landeshauptmann regte dazu an, dass die Gemeindeverantwortlichen eine verstärkte Koordination ihrer Anliegen untereinander vornehmen.

Haider und Dörfler betonten, dass der Gesundheitsaspekt bzw. Wasser und Körperbewusstsein (etwa die Themen Heilwässer, Wellness) noch verstärkt zur Geltung gebracht werden sollte. Nationalparkdirektor Peter Rupitsch begrüßte das im Nationalpark beginnende Aktionsprogramm. Die Nationalparkverwaltung setze bereits viele Aktivitäten rund um die "Lebensquelle" Wasser (Wasserschule etc.).

Karl Grossmann von der Kärnten Werbung wies auf den Gesundheitscluster hin, der ohne Wasser undenkbar wäre. Wasser sei eine riesige Zukunftschance und ein Signal über Kärnten hinaus. So wie die Friesacher bei ihrer Landesausstellung sollten auch die Mölltaler geschlossen hinter dem Aktionsprogramm Wassererlebnis Kärnten stehen und für ihre Region die Werbetrommel rühren, meinten die Landespolitiker.

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