Pensionsreform: Dringender Handlungsbedarf bei kleinen Gewerbetreibenden!

Krenn: "Präsident Leitl muss sich am Runden Tisch für heimische Unternehmer einsetzen!

Wien (OTS/RFW) Kurz vor dem Runden Tisch III sprach sich der WKÖ-Vizepräsident und stellvertretende Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), Matthias Krenn abermals für gezielte Entschärfungen für die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe (KMU) aus: "Diese Pensionsreform muss auch die Altersvorsorge der Selbständigen nachhaltig absichern und nicht verschlechtern."

FP-Vizepräsident Krenn ersucht Präsident Leitl deshalb dringend, folgende unabdingbare Forderungen am Runden Tisch noch mit hinein zu verhandeln:

* VERKÜRZUNG DES DURCHRECHNUNGSZEITRAUMES:
Die typische Erwerbskurve eines Selbständigen zeichnet sich durch Schwankungen aus: Erhöhte Investitionen oder verminderte Einkünfte (Verluste) haben niedrige Beitrags- bzw. Bemessungsgrundlagen für die Pension zur Folge. Im Hinblick auf diese besondere Betroffenheit der Gewerbetreibenden ist ein Abzug von fünf Jahren bei der Lebensdurchrechnung vor allem auch für die Gründerphasen, als Ausgleichsmaßnahme für Selbständige einzuführen.

* ERSCHWERNISREGELUNG (Hacklerregelung) FÜR GEWERBETREIBENDE:
Gleichermaßen wie für die Unselbständigen soll für die Unternehmer die "Hacklerregelung" gelten, wenn sie den Großteil der Beitragsmonate unter körperlich oder psychisch besonders belastenden Arbeitsbedingungen tätig waren.

*ABSCHAFFUNG DER FRÜHPENSION - ALTERNATIVREGELUNG:
Gewerbetreibende sind von der Aufhebung der Frühpension bei Arbeitslosigkeit wesentlich härter betroffen als Arbeitnehmer. Deshalb muss ihnen im Bedarfsfall eine angemessene Alternative zur Existenzsicherung zur Verfügung gestellt werden.

*HARMONISIERUNG DER SYSTEME:
Der Eigenfinanzierungsgrad der Selbständigen in der Pensionsversicherung liegt bei 85%. Im Jahr 2002 ist das ein offiziell errechneter Betrag von über 670 Millionen Euro. Rechnet man den Beiträgen der Selbständigen den von ihnen zu bezahlenden Dienstgeber Anteil im ASVG (12,55%) dazu, beläuft sich der Beitrag der Selbständigen zur allgemeinen Pensionsfinanzierung auf 10 Milliarden Euro. Kommt es zu einer umfassenden Harmonisierung der Beitragssätze, muss dieser Umstand entsprechend berücksichtigt werden.

"Diese Forderungen sind als Mindestbedingungen für eine Zustimmung der Wirtschaft zur Pensionsreform zu sehen", so Matthias Krenn und abschließend: "die künftigen Gewerbepensionisten dürfen auf keinen Fall die programmierten Verlierer dieser Reform sein!"

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