LH Haider kritisiert Nebenbeschäftigungen von LKH-Ärzten

Primarius Lexer soll Manager bei der Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft werden

Klagenfurt (LPD) - Scharfe Kritik übte heute, Dienstag, Landeshauptmann Jörg Haider an den Nebenbeschäftigungen von Ärzten in den Landesspitälern sowie an deren Gehaltsstrukturen. So gäbe es unter den Medizinern der Kärntner LKH´s 356 "Schilling-Millionäre", 22 würden rund 2,5 Millionen Schilling (181.682 Euro) jährlich verdienen, so Haider.

Die Kritik Haiders liegt in der derzeitigen Einsparungsdiskussion in den Landesspitälern begründet. Für den Landeshauptmann geht es darum, dass Leistung, Arbeitszeit und Honorare im Einklang stünden. Bei den vielen Nebenbeschäftigungen wie Privatpraxen stelle sich die Frage, ob die betroffenen Ärzte auch die notwendige Arbeitsleistung in den Spitälern erbringen würden. Am sogenannten K-Schema, dem Bezahlungsschema der Bediensteten in den Landeskrankenanstalten will Haider nicht rütteln. Dort, wo gut gearbeitet wird, solle auch gut bezahlt werden, so der Landeshauptmann. Sorge mache ihm in dieser Hinsicht der Bereich, wo Mängel geortet würden.

Für den Kärntner Primararzt Georg Lexer - der bisherige ärztliche Leiter des Deutsch-Ordensspital in Friesach soll sich bekanntlich von seinem derzeitigen Arbeitgeber trennen - kann sich Haider einen Wechsel als zusätzlicher Spitalsmanager in die Kärntner Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft vorstellen. Für Haider hätte diese Variante Phantasie, denn Lexer sei "ein sehr kreativer Mensch." (Schluss)

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