Der ÖVAG-Konzern steigert EGT um 38 %

Wien (OTS) - Wie ÖVAG-Generaldirektor Dr. Klaus Thalhammer anlässlich der Bilanzpressekonferenz ausführte, ist dieses ausgezeichnete Ergebnis auf die erfolgreiche Entwicklung der Tochtergesellschaften im In- und Ausland zurückzuführen. Bereits die Hälfte des Konzernergebnisses wurde dabei in den MOE-Ländern erwirtschaftet.

Die Zielsetzung, im Konzern insgesamt qualitativ zu wachsen, spiegelt sich in einer nahezu gleichgeblienen Bilanzsumme wider.
Der Konzern-Jahresüberschuss übertrifft allerdings das Vorjahresergebnis um 39 %, das EGT stieg um 38,2 %.

Durch intensivierte Emissionstätigkeit gelang es, die Primärmittel um 22,3 % auf Euro 12,4 Mrd. zu steigern.

Durch zusätzliche Kundengeschäfte konnte das Zinsergebnis nach Risiko um Euro 58 Mio. oder mehr als 25 % verbessert werden.

Das Handelsergebnis wurde dank forcierter Handelstätigkeit um Euro 3,8 Mio., um fast 20 %, gesteigert.

Die Verwaltungsaufwendungen weisen gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 12,9 % auf und spiegeln die erfolgreiche Expansion in Mittel- und Osteuropa wider, wo bereits die Hälfte des Ergebnisses verdient wurde.

Das Cost/Income Ratio entspricht mit 69 % dem österreichischen Bankendurchschnitt. Der Konzern verfügt über eine Eigenmittelquote von 12,7 %, die damit weit über den gesetzlichen Erfordernissen liegt.

Mittel- und Osteuropa als erweiterter Kernmarkt

"Die mittel-und osteuropäischen Länder haben sich bereits als unser erweiterter Kernmarkt etabliert", erklärte Dr. Thalhammer. Derzeit ist die ÖVAG in zehn MOE-Staaten aktiv. 2002 wurden 26 neue Geschäftsstellen eröffnet und das Netzwerk somit auf 103 Niederlassungen erweitert. Die Strategie ist es, nicht ganze Bankengruppen zu erwerben, sondern durch organisches Wachstum, nämlich Neugründungen und Geschäftsstellenerweiterungen, solid und vor allem risikobewußt zu expandieren.

"In einigen Ländern ist es uns als österreichische Bankengruppe gelungen, Spitzenpositionen in bestimmten Marktsegmenten zu übernehmen, etwa im Leasing- oder Bauträgergeschäft", wie Dr. Thalhammer betonte. Hervorragende Perspektiven werden auch bei Kommunal- und Infrastrukturfinanzierungen im speziellen durch die Konzerntochter NÖ-Hypobank gesehen.

Für Partner innerhalb der internationalen Volksbanken-Vereinigung CIBP haben sich die Tochterbanken des ÖVAG-Konzerns in den MOE-Ländern als Drehscheibe und Kompetenzzentrum etabliert. Die Zusammenarbeit mit großen internationalen Institutionen wie der EBRD (European Bank für Reconstruction and Development), der EIB (European Investmentbank) oder die MIGA, eine Garantiegesellschaft der Weltbank, ermöglichte den Zugang zu Fördermitteln im Rahmen von Refinanzierungen. So wurde die Finanzierung eines Krankenhauses in Rumänien von einem renommierten, internationalen Fachmagazin zum "Best deal of the year" ausgezeichnet.

Vertiefung der Kooperation mit ERGO/Victoria Gruppe

Die ÖVAG hat ihre erfolgreiche Kooperation mit der ERGO/Victoria Gruppe weiter vertieft. "Diese Beteiligung ermöglicht es unserem Partner über unsere Geschäftsstellen im In- und Ausland das große Potenzial im Versicherungsbereich zu nutzen. Wir stellen unser Netz zur Verfügung und profitieren gleichzeitig vom Know-How der ERGO/Victoria Gruppe", so Dr. Thalhammer.

Volksbanken-Verbund: Forderung an Gesetzgeber

Ein wesentliches Ziel der Österreichischen Volksbanken ist die Anerkennung als "ökonomische Einheit", wobei "die Eigenständigkeit und Identität jeder einzelnen Volksbank unverrückbar bleiben muß", betonte Dr. Thalhammer. "Wir fordern

  • die Anerkennung des Liquiditätsverbundes,
  • des Risikoverbundes,
  • die sektorale Eigenmittelbetrachtung,
  • die steuerliche Gleichstellung mit anderen Banken,
  • eine adäquate kartellrechtliche Beurteilung

und somit eine sektorale Chancengleichheit im Mitbewerber-Umfeld", Dr. Thalhammer weiter.

Basel II: Herausforderung für partnerschaftliche Kundenbeziehung

Im Gegensatz zu Mitbewerbern bekennen sich die Volksbanken zu klein- und mittelständischen Unternehmen. "Wir sehen die erforderlichen Maßnahmen zu Basel II nicht als Barriere in unseren Kundenbeziehungen. Wir öffnen Türen und schlagen keine zu", erklärte Dr. Thalhammer. Die KMU’s seien Triebfeder der heimischen Wirtschaft, die Volksbanken würden alles daran setzen, die Liquiditätsvorsorge dieser Unternehmen sicher zu stellen und an partnerschaftlichen Lösungen festhalten.

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