Verkehrsmaßnahmen (2)

Nächtliche Montagearbeiten im Kaisermühlentunnel

Wien (OTS) - Im Verlauf der A 22/Donauuferautobahn, im Kaisermühlentunnel, werden in der Nacht von Montag auf Dienstag, in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr früh, auf der Richtungsfahrbahn Stockerau Montagearbeiten durchgeführt, die die Sperre des 2. und 3. Fahrstreifens sowie der Nebenfahrbahn, Ausfahrt Richtung Reichbrücke ("Rampe 9") erforderlich machen. Es erfolgen weitere Montagen im Rahmen der Installation des "Section Controll System", das im Gegensatz zum Radar, das eine punktuelle Messung vornimmt, die Geschwindigkeit auf einer bestimmten Wegstrecke feststellt. Hier bietet sich eine Gelegenheit, auf den Hintergrund dieser Arbeiten einzugehen:

Beim "Section Controll System", das übrigens von einem österreichischen Unternehmen (PKE Electronics AG, Wien) entwickelt wurde, handelt es um ein Geschwindigkeitsüberwachungs-System. Seine Funktion im gegenständlichen Fall: Bei beiden Tunnelröhren (Richtungsfahrbahnen) sind beim Einfahrtsportal ein Sensor und mit ihm verbunden eine Kamera angebracht, wo somit die Einfahrtszeit in den Tunnel registriert und das Heck, und damit das Kennzeichen jedes einfahrenden Fahrzeugs, aufgenommen wird. Beim Ausfahrtsportal ist ebenfalls ein Sensor installiert, der die Ausfahrtszeit an einen Rechner weitergibt, der die gefahrene Geschwindigkeit auf der zurückgelegten Strecke errechnet. Liegt diese innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenze, werden die Daten und das betreffende Kennzeichen sofort wieder gelöscht. Ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten worden, erfolgt automatisch die Meldung an die Verkehrsbehörde, in diesem Fall an die BPDion Wien, für die Ausstellung einer Strafverfügung.

Auf der A 22 wird der komplette Kaisermühlentunnel überwacht bzw. ausgewertet, es ist aber auch die Errichtung von (mobilen) Anlagen auf Freilandstrecken möglich. Derzeit wird an drei solchen Anlagen gearbeitet - zwei in beiden Tunnelröhren, eine weitere soll vorerst in Niederösterreich eingesetzt werden. In Auftrag gegeben wurde das Pilotprojekt von der Asfinag (für die A 22 über die einschlägigen Dienststellen der Stadt Wien, Haustechnik). Die Kosten je Anlage, einschließlich eines derzeit einmal für 10 Jahre angenommenen Wartungszeitraums, belaufen sich auf rund 1 Million Euro. Nach der Montage ist dann ein spezielles Eichverfahren durchzuführen, mit der Inbetriebnahme im Kaisermühlentunnel wird für Anfang August dieses Jahres gerechnet. (Schluss) pz

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