Kindergeld-Erhöhung bei Mehrlingsgeburten: AK fordert Erhöhung auch bei zweiter Geburt im Bezugszeitraum

Linz (OTS) - Die Arbeiterkammer Oberösterreich begrüßt die geplante Erhöhung des Kinderbetreuungsgeldes um 50 Prozent bei einer Zwillingsgeburt. Die Erhöhung müsse aber auch bei Elternteilen mit zwei oder mehreren im Bezugszeitraum geborenen Kindern gelten, fordert die AK in ihrer Stellungnahme zum Entwurf einer Novelle, mit der das Kinderbetreuungsgeld geändert wird.
Nach wie vor seien Zweck, Funktion und Charakter des als Familienleistung bezeichneten Kinderbetreuungsgeldes unklar, kritisiert die Arbeiterkammer. Während bei Arbeitnehmerinnen in Karenz/Teilzeitkarenz ein Verdienstausfall eintritt und nur unzureichend kompensiert wird, sei dies bei anderen Gruppen von Kindergeld-Bezieherinnen nicht der Fall, auch nicht bei Mehrlingsgeburten.
Nicht nachvollziehbar sei nach wie vor die Finanzierung aus dem Familienlastenausgleichfonds, der zu fast 85 Prozent aus lohnbezogenen Abgaben finanziert wird und dessen - mittlerweile dahinschmelzenden Überschüsse durch Sozialabbau bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern entstanden sind.
Sachlich nicht gerechtfertigt sei jedenfalls, so die AK in ihrer Stellungnahme, dass ein Zwillings-Elternteil nun das 1,5-fache Kinderbetreuungsgeld erhalten soll, während es bei Elternteilen mit zwei oder mehreren Kindern im Bezugszeitraum beim einfachen Bezug bleibt. Gerade Arbeitnehmer/-innen haben in einem solchen Fall neben dem Verdienstausfall auch die Betreuung und die Aufwendungen für zwei oder mehrere Kinder zu erbringen.
Generell kritisiert die Arbeiterkammer, dass die geplante Novelle bereits im Begutachtungsverfahren als bereits bestehende Neuregelung beworben wird.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2190
martina.macher@ak-ooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001