Kräuter zu Medienskandal um "Wiener Journal": Rechnungshofprüfung erforderlich

ÖVP demoliert Unabhängigkeit der "Wiener Zeitung"

Wien (SK) "Die Verschmelzung der 'Wiener Journal Zeitschriften Verlags GmbH' mit der 'Wiener Zeitung GmbH' ist in zweierlei Hinsicht eine Provokation: Einerseits wird die als bisher unabhängig geltende Wiener Zeitung mit dem ÖVP-Blatt 'Wiener Journal' verbunden, anderseits kauft die Republik Österreich, deren Tochter die Wiener Zeitung GmbH ist, eine schwer defizitäre ÖVP-Zeitung", empörte sich SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst über den bekannt gewordenen "Wiener Journal"-Deal der Bundesregierung. ****

"Durch diese Vorgangsweise wird nicht nur Steuergeld für eine marode ÖVP-Zeitung verschwendet, sondern auch die Unabhängigkeit der 'Wiener Zeitung' in Frage gestellt", so Kräuter. Laut dem SPÖ-Abgeordneten hätten die im Aufsichtsrat der ‚Wiener Zeitung' sitzenden ÖVP-Pressesekretäre ihrer Partei Steuergelder für die Verschmelzung mit einem ökonomisch gescheiterten ÖVP-Blatt verschafft.

"Diese ungeheuerliche Vorgangsweise der ÖVP, die die Republik Österreich scheinbar als ihr Eigentum betrachtet, muss auf alle Fälle durch den Rechnungshof untersucht werden und letztlich von einem parlamentarischen Gremium überprüft werden", so Kräuter abschließend. (Schluss) se/mp/mm

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