RADL UND AUTO - GEGENSÄTZE ZIEHEN SICH AN?

Anstieg bei Radunfällen - KfV appelliert an partnerschaftliches

Wien (OTS) - Verhalten und Toleranz gegenüber Schwächeren =

Zwischen Zwei- und Vierrädern kommt es hin und wieder
zu verkehrsbedingten Meinungsverschiedenheiten. Der Stärkere - in diesem Fall das Auto - gewinnt allerdings gegenüber dem Schwächeren. Auch bei Fahrrädern und Fußgängern, sind mitunter Konflikte zu beobachten. Damit sich "Pedalritter" und Fußgänger sicher durch den Verkehrsdschungel bewegen können, appelliert das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) zu partnerschaftlichem Verhalten im Straßenverkehr. KfV-Direktor Dr. Othmar Thann: "Die Straße ist keine Arena und Verkehrsteilnehmer sind keine Gladiatoren. Im Straßenverkehr zeigt sich Stärke in Form einer defensiven Fahrweise und Toleranz gegenüber den Schwächeren. Um Konfliktpotenzial zu vermeiden, ist vor allem die Errichtung eines zusammenhängenden, engmaschigen Radverkehrsnetzes und die Förderung des Radverkehrs als umweltfreundliches, bequemes und schnelles Verkehrsmittel geboten". Das KfV appelliert zudem an die Verantwortlichen, Radfahranlagen nach Sicherheitskriterien zu untersuchen, vor allem im Kreuzungsbereich, wo sich rund 50 Prozent aller Unfälle ereignen.

Rasanter Anstieg bei Fahrrad-Unfällen

Fest steht, dass Fahrradfahrer ungeschützte Verkehrsteilnehmer und im Falle eines Unfalles mit einem Pkw immer die Verlierer sind. Kommt es zum Crash ist die Verletzungsschwere beim Radfahrer ungleich höher. Laut aktueller Unfallstatistik gab es im Jahr 2002 einen drastischen Anstieg bei der Anzahl der verunglückten Radfahrer. 5.929 Unfälle (2001: 5.626) waren zu verzeichnen, dabei wurden 5.836 Radfahrer verletzt (2001: 5.509) und 80 getötet (2001: 55). Dies entspricht einer Steigerung um fast die Hälfte gegenüber dem Vorjahr.

Lasst die Räder funkeln!

Für all jene, die auf einem Drahtesel unterwegs sind und sich gegen die Gefahren auf der Straße wappnen müssen, ist die richtige Beleuchtung das Um und Auf. Zur Erinnerung wie ein Fahrrad, das im Straßenverkehr benützt wird, laut Fahrradverordnung auszusehen hat:
- zwei voneinander unabhängige Bremsen
- Glocke oder Hupe
- hellleuchtender weißer oder hellgelber Scheinwerfer und ein rotes Rücklicht (darf auch ein Blinklicht sein!)
- weißer, nach vorne wirkender und roter, nach hinten wirkender Rückstrahler
- gelbe Pedal-Rückstrahler
- vier gelbe Speichenreflektoren (Katzenaugen)

18 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 8 am Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 11 Pkw-Insassen (davon 7 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 2 Moped-Lenker, 1 Motorrad-Lenker, 2 Radfahrer und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (5), Vorrangverletzung (3), Übermüdung (1), Unachtsamkeit (3), Herzversagen (1), Selbst-mörderische Absicht (1) und Fehlverhalten Fußgänger (1) festgestellt werden. Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Alkoholisierung waren bei 3 Unfällen Mitursache. 8 der 17 Unfälle waren Alleinunfälle. 4 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Vom 1. Jänner bis zum 18. Mai dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 269 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende März), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 298 Menschen tödlich.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161
http://www.kfv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS0001