Leitl begrüßt positives EU- Referendum in unserem Nachbarland Slowakei

Wirtschaftskammerpräsident Leitl freut sich über die überwältigende Zustimmung der Slowaken für den EU-Beitritt von 92,46 Prozent

Wien (PWK306) - Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich
und gleichzeitig Präsident des europäischen Dachverbandes Eurochambres (Vereinigung europäischer Wirtschafts- und Handelskammern), Christoph Leitl, begrüßt das Ergebnis des slowakischen EU-Votums: "Die Slowakei hat binnen weniger Jahre sowohl ihre sozialistische Vergangenheit überwunden und ihre Unabhängigkeit erreicht, als auch den Weg in die Wertegemeinschaft der Europäischen Union geschafft, wozu ich herzlichst gratuliere." Die Republik Österreich und die Wirtschaftskammer Österreich haben sich immer aktiv dafür eingesetzt, die Slowakische Republik in dieser Erweiterungsrunde gemeinsam mit den übrigen Nachbarländern in die EU aufzunehmen. Das ist nun gelungen und ich sehe einer partnerschaftlichen Entwicklung in einem gemeinsamen großen Europa mit Zuversicht entgegen, so Leitl weiter.

Die Slowakei ist mit einer Fläche von 49000 km2 und ca. 5,4 Millionen Einwohnern ein Zukunftsmarkt und für die österreichische Wirtschaft ein strategisch wichtiger Partner vor der eigenen Haustür. Österreich ist mit ca.1500 Firmen und einem Anteil von 18,7% aller ausländischen Investitionen in der Slowakei (das entspricht ca. 1,107 Mrd Euro ) der zweitgrößte Auslandsinvestor nach Deutschland aber vor den Niederlanden, den USA und der tschechischen Republik.

Österreich hat im letzten Jahr Waren im Wert von über einer Milliarde Euro in die Slowakei exportiert, die Importe beliefen sich im selben Zeitraum auf ca. 1,2 Mrd Euro was beweist, dass dieser Markt aus österreichischer Sicht durchaus noch ausbaufähig ist. Die Exporte legten gegenüber 2001 um 12,3%, die Importe um 7,7% zu.

Nach Überwindung der zentralen Planwirtschaft kam es zur Öffnung der Märkte und zum Ausbau des Privatsektors, der mittlerweile über 80% des BIP beträgt. Im Zuge der Restrukturierung der Wirtschaft und des Finanzsektors wird heuer die Privatisierung ausgewählter Unternehmen im Energiebereich und beim öffentlichen Verkehr fortgeführt.

Die bedeutendsten Wirtschaftssektoren sind Metallproduktion, Verkehrsmittel, Lebensmittel, Erdölprodukte und Brennstoffe, Elektrotechnik, Maschinenbau und Chemie. Als Investitionsschwerpunkte sind die Modernisierung bestehender Betriebe, die Förderung von Klein- und Mittelbetrieben sowie die Schaffung von Wohnungen vorrangig. Ein weiteres Ziel der Slowakei ist der Ausbau der Infrastruktur vor allem in den Bereichen Telekommunikation, Bahn und dem höherrangigen Strassennetz. Neben Slowakisch werden noch Englisch, Deutsch, Tschechisch und Russisch als Geschäftssprache gesprochen. Die bedeutendsten Importprodukte aus der Slowakei sind Erdöl und Erdölerzeugnisse, Strassenfahrzeuge, Elektrotechnik, Bekleidung, Metallwaren und Eisen. Die wesentlichsten Exportprodukte aus Österreich sind elektronische Maschinen und Geräte, Erdöl und Erdölerzeugnisse, Textilien, Maschinen, Papier-, und Metallwaren. (BS)

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