Bildung als Kanonenfutter?

ÖH Uni Wien kritisiert steigendes Budget für Militär und sinkendes Budget für Unis

Wien (OTS) - Heftige Kritik übt nun auch die Universitätsvertretung der größten Universität Österreichs an den Budgetplänen der Bundesregierung. Während den Unis ohnehin bereits rund 50 Millionen Euro fehlen, kürzt die Bildungsministerin das Universitäts-Budget um weitere 107 Millionen Euro. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für militärische Angelegenheiten um 76 Millionen Euro.

"Wie will Gehrer nach der Hungerkur der letzten Jahre Speck abbauen?", fragt sich Iris Hoheneder vom Vorsitzenden-Team der ÖH Uni Wien. "Während die Personalausgaben für Heer und Heeresverwaltung um 46 Millionen Euro steigen, werden die Personal- und Sachausgaben für Wissenschaft um 139 Millionen Euro gekürzt. Die Ausgaben für Studienförderung werden im kommenden Budget um nur 0,6 Millionen Euro, also 0,4 Prozent steigen. Sie werden sprichwörtliches Kanonenfutter, denn für Munition und Nahkampfmittel sind 8,7 Millionen Euro zusätzlich vorgesehen, das entspricht einem Budget-Zuwachs von 42,5 Prozent", so Hoheneder weiter.

"So eine Bildungspolitik ist nicht Weltklasse, sie ist letztklassig", ärgert sich Hoheneder. "Seit einem Jahr können die freien Wahlfächer des neuen Studienplans großteils nicht angeboten werden. Mit der Implementierung des Universitätsgesetzes kommen hohe Kosten auf die Unis zu. Diese können und dürfen nicht durch die unsozialen Studiengebühren beglichen werden. Gehrer hat massiven Handlungsbedarf. Wenn sich an dem derzeitigen Budget-Vorschlag für die Bildung nichts ändert, dann ist es für Gehrer Zeit, zurückzutreten und ihr Budget gleich mitzunehmen", so Hoheneder abschließend.

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