KAGes Zentralbetriebsrat: "Rotstift für Steirische Spitäler - kurz vor Einführung"

KAGes Management soll durch ein europäisches Firmenkonsortium ausgetauscht werden - Landesrat Erlitz kündigt weitere Einsparungen in den Steirischen Spitälern an. Graz (OTS) - "Nach Ankündigung durch den neuen Spitalslandesrat Erlitz soll das neue KAGes Management (Firmenkonsortium) welches Europaweit ausgeschrieben wird Einsparungen in den Steirischen Landesspitälern vornehmen. Das eingesparte Geld will Erlitz in andere Bereiche und Ressorts umverteilen. Betroffen vor allem ist das Personal in den Spitälern. 65 % der Spitalskosten sind Personalkosten. Damit sind auch die Patientenversorgung und die Lehre und Forschung betroffen" stellt Anton Fischer-Felgitsch, der Zentralbetriebsratsvorsitzende der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. fest.

"Es wurde bisher dem Vorstand der KAGes von den Steiermärkischen Landesregierung seit 2001 ein Sparprogramm vorgegeben und der Zuschuss des Landes bereits eingefroren. Eine weitere Kürzung ist weder dem Personal, noch den Patienten noch den Mitarbeitern in Lehre und Forschung (Ausbildung der Ärzte, Medizinische Universität) zumutbar. Der Zentralbetriebsrat der KAGes wehrt sich gegen weitere finanzielle Einschränkungen im Spitalsbereich. Die Steirischen Landesspitäler sichern in Akutfällen die Medizinische Versorgung der Steirischen Bevölkerung rund um die Uhr, 7 Tage in der Woche. Bei weiteren finanziellen Reduzierungen müssten auch Medizinische Leistungen und Angebote zurückgenommen werden. Das muss auch dem neuen Landesrat Erlitz klar sein", meint Anton Fischer-Felgitsch.

Der Zentralbetriebsrat kann überhaupt nicht nachvollziehen, wenn der neue Landesrat Erlitz in Presseaussendungen behauptet, "dass die Spitäler bis 2004 großzügig finanziert sind".

Zur Optimierung der Betriebsorganisation und des Management hat der Zentralbetriebsrat dem Aufsichtsrat ein eigenes Modell "KAGes-Neu" vorgeschlagen. Dieses Modell sieht schlanke Strukturen in der Leitungshierarchie vor, ein vernetztes und integriertes Gesundheits- und Versorgungssystem in den Regionen, Dienstleistungsbetriebe mit regionalen Arbeitsplätzen vor Ort, sichern Arbeitsplätze nicht nur in den Spitälern sondern auch für regionale Zulieferer. Die geplante Auslagerung von patientenfernen Dienstleistungen (Reinigung, Küche, Technik, usw.) wird vom Zentralbetriebsrat abgelehnt. Private Firmen mit billigen Arbeitsplätzen aus den zukünftigen EU-Ländern sollen nicht heimische Arbeitsplätze in den Steirischen Landesspitälern gefährden.

Der Zentralbetriebsrat betont die Qualität der Leistungen der KAGes MitarbeiterInnen und stellt fest, dass die KAGes im Spitalsbereich österreichweit in vielen Bereichen Vorbild ist.

Der Zentralbetriebsrat fordert vom Eigentümer Land Steiermark nachvollziehbare Rahmenbedingungen im Vertrag mit dem zukünftigen Management. Diese sind insbesondere:

  • Stärkung der regionalen Struktur im Gesundheitsbereich
  • Standortgarantien im Patientennahen und Patientenentfernten Bereich in den Regionen,
  • Rücksichtnahme auf sozial Schwächere
  • Übernahme der vereinbarten Regelungen, (zB Personalanhaltszahlen, Dienstplanmodelle und Arbeitnehmerschutzeinrichtungen)
  • Reduzierung der Vorstandshierarchien
  • Verlagerung der Budgetverantwortung in die Regionen
  • Spezialistentätigkeit und Zentrale Aufgaben als Service und Unterstützung für alle Regionen.

Wesentliche Hauptforderung bleibt aber: "Keine Privatisierung der KAGes-Spitäler oder Ausverkauf an gewinnorientierte Einrichtungen wie zB die Versicherungswirtschaft oder an Industriekonzerne.

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