Euroforum:communication - Selbstregulierung versus Werbeverbote

Wien (OTS) - Thema einer Podiumsdiskussion auf der euroforum:communication war die Selbstregulierung der Werbewirtschaft unter dem Vorsitz von Dominic Lyle, Generaldirektor der EACA. Während der Binnenmarkt im Produktbereich Realität ist, steht die Werbe- und PR-Branche immer noch vor unterschiedlichen Erwartungen, nationalen Standards und Verhaltenkodizes. Außerdem sei man ständig mit gesetzlichen Werbeverboten und -einschränkungen konfrontiert.

Wie Oliver Gray, Generaldirektor der EASA, betonte, gibt es gerade in Hinblick auf die Eu-Erweiterung kein umfassend gültiges Modell der Selbstregulierung. "Harmonisierung bedeutet nicht Uniformität, sondern Gemeinsamkeiten zu finden - mit Rücksicht auf kulturelle Unterschiede und Besonderheiten." Wichtig sei vor allem eine europaweit positive Einstellung zu Selbstregulierung zu festigen.

Das letzte Wort hat der Konsument

Bob Schmitz von der Union Luxembourgoise des Consommateurs unterstrich die wichtigen Ziele der Verbraucherschützer bei der Harmonsierung der Verhaltenskodizes: Unterbindung von unerwünschter Werbung, effektive Sanktionen, einklagbare Standards. Stefan Loerke, Europadirektor der World Federation of Advertisers, verwies auf die bereits funktionierende Selbstregulierung trotz national unterschiedlicher Anwendung. Als Verfechter von Ko-Regulation statt Selbstregulation verlangte Karl Kollmann von der AK-Konsumentenschutzabteilung ein europäisches Grundkonzept mit nationaler Vielfalt bei der Umsetzung. Otto Laszlo, IAA-Generalsekretär für die Region Mittel/Osteuropa, forderte ebenfalls länderspezifische Lösungen in der Selbstregulierung ein. Mag. Michael Himmer, Obmann der Fachgruppe werbung & Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Wien strich die funktionierende Selbstregulierung in Österreich hervor: "Starre Verordnungen und unflexible Beschränkungen und Verbote können im Vergleich zu einer funktionierenden Selbstregulierung - wie dies in Österreich durch die Installierung des Österreichischen Werberates seit 1996 gegeben ist - immer nur die schlechtere Lösung sein", so Himmer.

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