Schasching: Verwirrung auf der Regierungsbank

Rauch-Kallat verleugnet Gehrers Kürzung von Schulsportstunden!

Wien (SK) Für große Empörung hatte in den vergangenen Wochen die Ankündigung von Bildungsministerin Gehrer gesorgt, dass es in Folge der Entlastungs-Verordnung zu massiven Streichungen bei Turnstunden kommen werde. Gehrer hatte dieses Vorhaben entgegen vorheriger Ankündigungen und auch gegen den ausgesprochenen Wunsch von Sportstaatssekretär Schweitzer durchgezogen. Besonders überraschend ist daher für SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching, Vorsitzende des Sportausschusses, dass Ministerin Rauch-Kallat im Rahmen der heutigen Budgetberatungen zum Kapitel Gesundheit feststellte, dass nicht Gehrer, sondern die Lehrer für die Kürzung der Schulsportstunden eingetreten wären. "Dies ist eine ungeheuerliche Aussage, die ausschließlich als Verleugnen und Verdrängen bezeichnet werden kann, denn Tatsache ist, dass die Verordnung von Gehrer erlassen und unterzeichnet wurde und nicht von den Lehrern", so die Vorsitzende des Sportausschusses, SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching. ****

Eine Studie der Universität Salzburg, die im Auftrag des BMUK an 65.000 Kindern und Jugendlichen durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass das körperliche Leistungsniveau der elf- bis 14-jährigen SchülerInnen in höchstem Maß besorgniserregend sei, und besonders bei Mädchen im 11. und 12. Lebensjahr die motorische Entwicklung bereits alarmierend sei. "Also nehmen sie ihre eigene Studie endlich ernst! Frau Ministerin", forderte Schasching.

"In Folge der Stundenreduzierungen, würde in den berufsbildenden Schulen pro Woche nur mehr eine Sportstunde abgehalten werden oder Sport sogar nur alle zwei Wochen stattfinden. Das ist zuwenig", so Schasching. Die SPÖ-Abgeordnete appellierte daher eindringlich an die verantwortlichen PolitikerInnen von ÖVP und FPÖ noch eine Rücknahme der Verordnung zu erreichen: "Es muss doch auch der Ministerin und dem Staatssekretär klar sein, dass Bewegung und Sport zahlreiche positive Impulse nicht nur im gesundheitlichen, sondern auch im sozialen, kognitiven und suchtpräventiven Bereich setzt. Sparpolitik auf dem Rücken der Gesundheit der Jugendlichen auszutragen, ist fatalistisch, die Maßnahme dann einem anderen in die Schuhe zu schieben, nicht akzeptabel. Gefragt sind jetzt positive Lösungen für die Gesundheit unserer Jugend und nicht Verwirrungstaktik auf der Regierungsbank!" (Schluss) ml/mp

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