Frais: "Ständige Vertretung" als Schlüssel für Zusammenarbeit mit Tschechien

OÖ hat Nachholbedarf bei Kooperationen in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur

Linz (OTS) - Die oberösterreichische SP-Landtagsfraktion fordert
in einem - bei der Ausschussrunde am 22.05.03 zu behandelnden -Initiativantrag die Einrichtung einer ständigen Vertretung Oberösterreichs in Tschechien zur Förderung überregionaler Kooperationen. "Die Tatsache, dass im grenznahen Bereich die wirtschaftliche Zusammenarbeit schon recht gut funktioniert, zeigt, dass die Kooperation mit Tschechien großes Potential birgt. Deshalb ist es wichtig, nicht nur ‚kleinen Grenzverkehr‘ zu betreiben, sondern die Zusammenarbeit mit ganz Tschechien zu fördern. Dazu gehört neben der im Initiativantrag geforderten ständigen Vertretung auch die von der SP-Fraktion schon mehrfach verlangte Förderung von Tschechisch-Kursen für Oberösterreicher im Rahmen der Aktion ‚Sprachen öffnen Grenzen‘," betont Frais.

Es gehe also - so Frais - bei der von ihm geforderten ständigen Vertretung um mehr als bloß eine wirtschaftliche Außenhandelsstelle. "Das völlige außenpolitische Versagen unserer Bundesregierung in Tschechien - was sich auch in der Temelin-Frage manifestiert - ist vielfach auf mangelnde Berücksichtigung der dortigen Besonderheiten zurückzuführen. Tschechien war bis 1989 durch den eisernen Vorhang vom Westen abgeschnitten und ist noch immer eine sehr junge Demokratie. Eine effiziente Zusammenarbeit kann man nur dadurch erreichen, dass man auch die gesellschaftlichen und kulturellen Barrieren zwischen den beiden Nationen ab- und gegenseitiges Vertrauen aufbaut," ist der SP-Klubobmann sicher.

Jetzt sei es an der Zeit eine ständige Vertretung Oberösterreichs als Schlüssel für die Zusammenarbeit einzurichten, denn Tschechien befinde sich - nicht zuletzt durch den bevorstehenden EU-Beitritt -in einer Umbruchsphase mit enormer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Dynamik. "Wer diesen Zug verpasst, verpasst für Oberösterreich die Chance, den Kurs mitzugestalten," stellt Frais klar.

"Ziel der Tschechien-Kooperation ist der Aufbau von Netzwerken in den verschiedensten gesellschaftlichen Sektoren. Im konstruktiven Austausch soll die Angleichung des arbeits- und sozialrechtlichen Standards auf EU-Niveau vorangetrieben werden. Wichtig ist vor allem das aufeinander Zugehen der jungen Generation, wobei es auch die Kontakte auf dem Sport- und Bildungssektor weiter zu entwickeln gilt. Besonderes Augenmerk ist weiters auf den Abbau der Sprachbarriere zu nehmen," so Frais.

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