Weinzinger: Rauch-Kallats Frauenpolitik sehr zahnlos

Sieht keine geschlechtsspezifischen Unterschiede im Gesundheitswesen

Wien (OTS) Die Aussagen von Frauenministerin Rauch-Kallat im heutigen Budgetausschuss zeigten deutlich, dass sie ihre Frauenpolitik sehr zahnlos anlegt und die engen Schranken der schwarz-blauen Regierungslinie ohne Widerspruch akzeptiert. Rauch-Kallat beschränkt sich überall dort, wo es um zentrale Anliegen der Frauen geht, auf hilflose Appelle an ihre RegierungskollegInnen. "Am deutlichsten wurde diese zahnlose Frauenpolitik bei der Pensionsreform sichtbar, der die Ministerin widerspruchslos zustimmte und im Ausschuss als Verbesserung für die Frauen zu verkaufen trachtete", so Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen.

Rauch-Kallat scheint die 'Frauenpolitik' ihres Vorgängers nahtlos fortsetzen zu wollen. Wie Haupt verleugnet sie weitgehend, dass etwa im Gesundheitswesen Männer und Frauen unterschiedlich behandelt werden. Und zwar einerseits bei der Versorgung der Patientinnen -internationale Studien belegen, dass Frauen tendenziell länger auf Organtransplantationen warten als Männer -, als auch bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen - Männer sind in Führungspositionen, Frauen meist Krankenschwestern und Pflegerinnen. "Trotz mehrmaliger Nachfrage erklärte die Ministerin im Ausschuss, dass sie keinen Handlungsbedarf sehe, da in Österreich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede im Gesundheitswesen bestehen würden", so Weinzinger.

Als besonders beunruhigend interpretiert Weinzinger Aussagen der Ministerin zu Frauenprojekten. Zu befürchten sei, dass die unabhängige und kritische Frauenarbeit weiter gekürzt und das Geld in nicht näher genannte Netzwerke und Mentorinnenprogramme investiert werden solle.

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