Alles was laut und schön ist - Vorarlbergs SchülerInnen komponieren

Wien (OTS) - 124 Vorarlberger SchülerInnen stellen am 23. Mai 2003 in den Räumen der Firma Terminal V (6923 Lauterach, Vbg.) öffentlich die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit mit MusikerInnen und KomponistInnen, aber auch einer Tänzerin und einem Architekten vor. Der Schwerpunkt des diesjährigen Durchganges des Musikprojektes "ÖKS.Moment!Musik" lag, so die ÖKS-Projektleiterin Mag. Bettina Büttner, auf der Beschäftigung der Jugendlichen mit Klängen und Geräuschen aus ihrer direkten Umgebung. So entstand z.B. aus Fabriksgeräuschen, Werkzeuglärm oder mit Hilfe von "Schrottinstrumenten" neue Musik. Der ÖKS Österreichische Kultur -Service bemüht sich seit vielen Jahren um eine vertiefte Verankerung und Akzeptanz neuer Musik in den Schulen. Für Frau Bundesministerin Gehrer ist musisch-kreative Bildung ein wesentlicher Teil der gesamthaften Persönlichkeitsbildung.

Gehrer: Musisch-kreative Bildung ist ein wesentlicher Teil der gesamthaften Persönlichkeitsbildung

"Musisch-kreative Bildung legt die Basis für die schöpferische Kraft des Einzelnen und ist somit ein wesentlicher Teil der gesamthaften Persönlichkeitsbildung. Gemeinsames Singen und Musizieren unterstützt die Intelligenz, Kreativität und soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen. Aber vor allem machen Singen und Musizieren Spaß!", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Der Spaß kam auch bei diesem Projekt nicht zu kurz. Fünf Vorarlberger Schulklassen wurden vom ÖKS eingeladen, mit je 2 MusikerInnen, KomponistInnen oder KünstlerInnen aus anderen Sparten neue Musikstücke zu erarbeiten und in einem abschließenden Konzert zur Aufführung zu bringen. Als künstlerische KuratorInnen konnte der ÖKS Christoph Cech, Professor am Bruckner Konservatorium, Musiker und Komponist und Angelika Hagen, Geschäftsführerin von Hagen Consult und Musikerin, gewinnen.

Musikstationen führen durch Terminal V

Unterstützt wurde das Musikprojekt von der Firma Terminal V. "Ein wesentlicher Grund für unser Engagement in dieser Sache ist, dass wir als eine der innovativsten Firmen Vorarlbergs natürlich auch innovative Projekte wie das ÖKS-Musikprojekt unterstützen. Natürlich stellten wir gerne unsere Räumlichkeiten für die Workshops und das Konzert zur Verfügung. Und das Besondere ist, dass die SchülerInnen der Hauptschule St. Josef Feldkirch speziell für unsere Räume neue Musik geschaffen haben," so Mag. Martina Feurstein, Centermanagerin von Terminal V. Hugo Dworzak, der Architekt von Terminal V und Werner Raditschnig arbeiteten mit den Schülerinnen im und mit dem Gebäude von Terminal V. Die Räume werden unter dem Projekttitel "Musikalische Aktionen für und mit einem Haus" am 23. Mai in Form von Einspielungen, Klanginstallationen, aber auch in Form von Live-Darbietungen "vorgestellt" und können in Musikstationen erforscht werden.

Experimentieren mit Rüsselinstrumenten

Ungewöhnliche Materialien sammelten die Kindern der ersten Hauptschulklasse Alberschwende. Sie stellten mit den Musikern Gerald Futscher und Uwe Martin neue Instrumente wie Rüsselinstrumente aus Isolationsschläuchen her und experimentierten mit den außergewöhnlichen Klängen. "Wir haben uns für den Titel "Des Seemanns Pfiff ist nur ein Wispern in des Todes Ohren" entschieden," meint die Lehrerin Veronika Bär.

Uraufführung von Körperklang-Kompositionen

Was passieren kann, wenn die Wahrnehmung für Geräusche, Töne und Klänge, die ein Körper automatisch macht oder die man mit dem Körper oder der Stimme erzeugen kann, geschärft wird, zeigt die Hauptschule Egg. "Sensibel werden für das Hören - auch die Stille, Rhythmen wahrnehmen, Körperresonanz spüren sowie spüren und sehen, wie sich durch bewusstes Hinhören eine Bewegungsqualität verändern kann," beschreibt die Tänzerin Brigitte Jagg den Arbeitsprozess mit der 3. Klasse von Lehrer Lukas Franz. Die Kinder lernten zum Beispiel mit geschlossenen Augen bewusst auf die Geräusche der Umgebung und des eigenen Körpers zu achten. Aus diesen Übungen heraus entstanden kleine tänzerische Sequenzen und ausdrucksstarke Bilder und Stimmungen, aus denen heraus ein Video entstand. Im Anschluss daran wurden gemeinsam mit dem Musiker Martin Deuring kleine musikalische Abläufe ausprobiert. Am 23. Mai zeigen die Kinder ihr Video und führen live ihre Körperklang - Komposition auf.

Eine Baustelle als Musikquelle

Als besondere Überraschung für die Konzertbesucher gilt das Musikprojekt "Musik ist überall - überall ist Musik!" des BRG BRG Dornbirn Schoren. 30 SchülerInnen zwischen 12 und 13 Jahren werden live mit Hämmern und Bohrern Instrumente bauen und damit gleichzeitig Musik erzeugen. Im Projekt haben sie sich mit ungewöhnlichen Musikquellen beschäftigt. "Auch eine Baustelle kann eine Musikquelle sein. Man muss nur lernen, hin zu hören," macht die Lehrerin Helga Geiger auf das Projekt neugierig.

Improvisation mit akkustischen Instrumenten

Löten, Schweißen, Hämmern, Schleifen - schreiende, zischende und singende Geräusche aus den riesigen Hallen des Werkes Liebherr AUSTRIA-HOLDING GMBH in Nenzing bilden die Grundlage für das multimediale Werk "Stahl". Die SchülerInnen der 7M und die Komponistin Johanna Doderer machten mit DAT, Mikrofon, Angel und Video bewaffnet eine Exkursion in diese beeindruckende Stätte und nahmen auf Ton- und Videospuren auf, was klingt und wirkt. Die Tonspur, in Wien abgemischt, dient als Basis für eine Improvisation mit akustischen Instrumenten, welche, konzipiert durch Andreas Schreiber, bei der Aufführung ihre Premiere feiert. Parallel zum akustischen Geschehen wird die Musik also von einem Video unterlegt.

Abschlusskonzert:

"ÖKS.Moment!Musik" - Abschlusskonzert in der Firma Terminal V, Wolfurterstraße 15, 6923 Lauterach, 23. Mai 2003, Beginn: 18.00h

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