Wiener Entwicklungsschübe - Städtebauliches Leitbild U 2

"Salzburg" in Wien

Wien (OTS) - Wien ist seit dem Antritt der neuen Wiener Stadtregierung vor etwas mehr als 2 Jahren von einem neuen Entwicklungsschub geprägt. Aufbauend auf die Arbeit der Stadtplanung bis Mitte der neunziger Jahre werden derzeit mehrere Entwicklungsvorhaben fertiggestellt, wie etwa die Donaucity, der Wienerberg, sowie die weitere Nutzung des Nordbahnhofareals.

In den letzten beiden Jahren wurden neue Entwicklungen eingeleitet: Der Erdberger Mais sowie das Gasometerumfeld sind teilweise bereits in Bebauung oder bekamen die planerischen Rahmenbedingungen für hochwertige Nutzung.
Das Projekt Wien-Mitte erfährt einen Neustart. Für Westbahnhof und den Bahnhof Wien hat jedenfalls die Stadt ihre Vorleistungen erfüllt und es liegt nunmehr an den ÖBB, inwieweit sie dort die Chancen wahrnimmt.

Insgesamt hat die Stadtentwicklung Wien damit nunmehr im Radius von 4 Kilometern vom Zentrum die planerischen Voraussetzungen für einen "24. Bezirk" oder, wenn man will, für eine Stadt im Ausmaß von Salzburg geschaffen.

In diesem Gebiet ist nunmehr die Nutzung von 5 Millionen Bruttogeschossfläche möglich - das entspricht rund 40.000 Wohnungen für rund 100.000 EinwohnerInnen - oder im anderen Extrem - Raum für rund 100.000 Arbeitsplätze.

U 2-Verlängerung als neue Entwicklungsachse

Mit der Verlängerung der U 2 Richtung Donaustadt bieten sich zwischen Praterstern und der Donauquerung Entwicklungsmöglichkeiten für 625.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, von denen 55 % für Büros, 22,5 Prozent für Wohnungen und Hotels, 9 % für Entertainment, 7% für Technologie und 6 % für Service, Geschäfte und Gastronomie nutzbar wären.

Auf einer - addierten - Grundfläche von 30 ha - das ist etwa die Hälfte des Nordbahnhofareals - kann dieser hochwertige Nutzungsmix, verteilt auf verschiedene Standorte, entstehen.

Da sich diese Grundflächen zu 2/3 im Besitz der Stadt Wien befinden, ist eine Umsetzung parallel zur Fertigstellung der U 2 bis 2008 bzw. 2009 möglich.

Besonders interessant sind dabei die Umgebungen der zukünftigen U2-Stationen Messe, Trabrennstraße, Stadion sowie Donaustadtbrücke.

Medial ins Bild gerückt wurde das Gebiet durch die "Lokomotive" der Fußball-EM 2008.

Mit der Errichtung der "Messe neu" bis 2004 wird der erste wichtige Schritt gesetzt, mit den ÖBB ist die Fertigstellung des neuen Bahnhofes Praterstern und damit die Neugestaltung des gesamten Areals für das Jahr 2008 vereinbart.

Kennzeichnen für die Bedeutung des gesamten Bereiches bis zur Donau ist auch die inhaltliche Verzahnung mit übergeordneten Konzepten wie Entertainmentzone Prater/Messe-Süd/Krieau/Stadion, "Wien an die Donau", "Konzept für den grünen Prater" und Wiener Hochhauskonzept.

Letzteres weist für die genannten U2-Stationsbereiche potenzielle Hochhauseignungszonen aus und empfiehlt die Erarbeitung eines städtebaulichen Leitbildes.
Aufbauend auf den Erkenntnissen von städtebaulichen Sondierungsverfahren, Strukturplänen, Verkehrskonzepten und den Überlegungen zu den übergeordneten Rahmenbedingungen wurden nun die Ergebnisse aufeinander abgestimmt und zu einem großräumigen Leitbild verschmolzen.

Weitere Schritte

Das städtebauliche Leitbild wird am 20.5. der Stadtentwicklungskommission präsentiert und danach dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Inhaltlich koordiniert wird der gesamte Bereich von Peter Klopf, die technische Koordination vor allem in Hinblick auf die EM 2008 erfolgt durch Susanne Lettner (Magistratsdirektion-Baudirektion)

Weitere Infos unter
o Wiener Messe Besitz GmbH: http://www.mbg.at/
o Stadtplanung Wien: http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/

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Lothar Fischmann
Tel.: 4000/ 81 418
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