Ferne Nachbarn - Nicaragua

Teil 2 der Dokumentationsreihe

Wien (OTS) - Am 19. Mai begibt sich die 3sat-Reihe "Ferne
Nachbarn" auf eine Reise quer durch Nicaragua. Das Land hat viel zu bieten an Naturschönheiten und kultureller Tradition und Vielfalt. Doch Bürgerkrieg und Wirtschaftskrise haben im größten Land Zentralamerikas tiefe Spuren hinterlassen. 22 % der Bevölkerung sind arbeitslos, über 50 % leben unter der Armutsgrenze, viele Familien können den Schulbesuch ihrer Kinder nicht finanzieren.

- Partnerschaft gegen die Armut -
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt das Partnerland seit 20 Jahren durch Programme, die Einkommen schaffen und die Lebensbedingungen verbessern.
Im Norden des Landes am Rio Coco werden mit österreichischer Hilfe Minenfelder geräumt, die Minenopfer betreut und die Kinder über die Gefahren aufgeklärt. Denn auch 13 Jahre nach Ende des blutigen Bürgerkrieges ist die Region noch immer mit hunderten Minen kontaminiert, die Menschen leben inmitten der tödlichen Bedrohung.

Österreichische Partnerstädte engagieren sich für ein besonders erfolgreiches Projekt im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit: Im Instituto Politecnico La Salle in León, bekommen 1.800 Jugendliche aus armen Familien eine umfassende Berufsausbildung. Besonders Mädchen werden hier beim Einstieg in nicht-traditionelle Berufe gefördert. Parallel dazu werden durch Kreditprogramme Kleinbetriebe gegründet und neue Arbeitsplätze geschaffen.

- Verbindung von Einkommen und Umweltschutz -
Eine zentrale Rolle in der Partnerschaft zwischen Nicaragua und Österreich nimmt die Unterstützung der Kleinbauern ein. Zum einen werden dank der österreichischen Beratung bessere Erträge erwirtschaftet, zum anderen kommt das Engagement auch der Umwelt zu gute. Denn durch die Umstellung auf ertragreichere und standortgerechte Pflanzen kann die weitere Brandrodung des Regenwaldes am Rio San Juan im Süden des Landes verhindert werden. In dieselbe Richtung zielt auch das Sägewerk zur nachhaltigen Regenwald-Bewirtschaftung, wo jetzt maximal 6 bis 7 Bäume pro Hektar statt früher 1 bis 2 Mio. Kubikmeter Holz gefällt werden.

- Starke Frauen -
Starke Frauen, die häufig allein für das Familieneinkommen sorgen, sind das Rückgrat der nicaraguanischen Gesellschaft. Gerade Alleinerzieherinnen und indigene Frauen sind im Alltag benachteiligt. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit fördert sozial engagierte Frauen durch Stipendien für Studium oder Berufsausbildung und ermöglicht ihnen damit neue Lebensperspektiven.

Ein geschichtlicher Überblick und ein Porträt der Hauptstadt Managua runden diese Folge von Ferne Nachbarn ab.

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