"Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Warum Politiker nicht beliebt sind (von Manfred Posch)

Ausgabe vom 16.05.2003

Klagenfurt (OTS) - Sich über Beliebt- und Unbeliebtheit von Politikern auszulassen, bringt wenig. Zu starr sind die zwischen Regierten und Regierenden aufragenden Barrieren. Hier nur so viel:
Eine erkleckliche Anzahl von Volksvertretern hat, das Thema "Unbeliebtheit" betreffend, offensichtlich nichts anderes zu tun, als die Lage zu verschlechtern. Instinktlos treten sie von einem anrüchigen Fettnapf in den anderen.

Jüngstes Beispiel: Der Versuch von ÖVP und FPÖ, für Politiker -schon wieder - eine Frühpensionsregelung einzuführen. Nur der Aufmerksamkeit des Grünen-Sozialsprechers Karl Öllinger ist es zu danken, dass dieses von unglaublicher Unverfrorenheit getragene Vorhaben rechtzeitig publik geworden ist. Es folgten die üblichen Verharmlosungsversuche; die quasi makellose Gefühllosigkeit wurde schließlich als "Missverständnis" (das es natürlich nicht war) hingestellt; und gegen ein "Versehen" spricht ja allein schon die Tatsache, dass die Idee zur Schaffung einer Politiker-Frühpension ganz offiziell als Initiativantrag der schwarz-blauen Regierungsparteien im Nationalrat eingebracht worden ist.

Das grässliche Beispiel zeigt lupenrein die - zutiefst inakzeptable - Mentalität derer, die sich aufgerufen fühlen, einem Großteil der Österreicher in Sachen Pension beträchtlichen Schaden zuzufügen. Und es beweist eine Gesinnung, die ... na ja.

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