"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Schüssels Messe" (Von Ulrich Stocker)

Ausgabe vom 16. 5. 2003

Graz (OTS) - Staatsakte laufen nach einem Zeremoniell ab, das
einen pseudoreligiösen Hauch suggeriert. Die Absicht hinter der Inszenierung ist, schlichte und nüchterne Sager zu ewigen Grundwahrheiten zu stempeln.

Aber das viel versprechende Ritual ist ein heikler Rahmen. Ein falscher Zungenschlag, die aufgeschminkte Halbwahrheit entwerten es zur Kulissenschieberei.

Wolfgang Schüssel griff für seine "Hurra"-Botschaft über die Dynamik der kommenden Senioren- und Wissensgesellschaft und die positiven Tabubrüche, die unter seinem Regiment angegangen werden, tief in die Puderdose.

Oder glaubt er wirklich, dass wir glauben, dass die Stundenkürzung in den Schulen einzig dazu dient, den Kindern die verdiente 38-Stunden-Woche zu schenken?

Ein "Informationsdefizit" bei der Pensionsreform hat Schüssel als Versäumnis eingeräumt. Halbwahrheiten werden es auch als Serie nicht beheben. ****

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