Postgewerkschaft: Solidarität mit Postbusbeschäftigten

Gewerkschaftstag beschließt Protest- und Solitaritätserklärung

Wien (GPF/ÖGB). Die Delegierten des derzeit tagenden Gewerkschaftstages der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) haben sich in einer Erklärung solidarisch mit den Beschäftigten der Postbus AG erklärt und gegen einen Mitarbeiterbrief der des Vorstandes Protest erhoben.++++

Die Erklärung im Wortlaut:

Die Delegierten des 15. ordentlichen Gewerkschaftstages protestieren gegen den vom Postbus-Vorstand verfassten Mitarbeiterbrief vom 13. Mai. 2003 und erklären sich mit der Postbusbelegschaft solidarisch.

Es ist ein demokratiepolitischer Skandal, dass die Postbusmitarbeiter vom Vorstand unter Druck gesetzt werden, weil sie einerseits für den Weiterbestand ihres Unternehmen eintreten und andererseits an dem vom ÖGB einstimmig gefassten Streikbeschluss betreffend Pensionsreform (so wie viele andere Arbeitnehmer auch), aktiv teilgenommen haben.

Die Delegierten fordern den Postbusvorstand auf, in einer derart brisanten Situation den Konflikt innerhalb der Arbeitnehmerschaft nicht weiter verantwortungslos anzuheizen und den Mitarbeiterbrief umgehend zurückzunehmen.

Sollte sich deshalb der Konflikt auf andere Unternehmen, die innerhalb der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten organisiert sind, ausweiten, hat der Postbusvorstand dafür die alleinige Verantwortung zu tragen.

Wenn der soziale Frieden gebrochen wird, ist mit der aktiven Solidarität aller FunktionärInnen und Mitglieder der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (Post, Telekom, Postbus, Mobilkom, GIS, PTI, Austro Control GesmbH, Post- und Fernmeldehoheitsverwaltung) zu rechnen.

ÖGB, 15. Mai 2003
Nr. 395

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Robert Wurm
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