VIER PFOTEN: Neuer Supergau des EU-Landwirtschaftssystems

Geflügelpest kostete bisher 29 Millionen Hühnern das Leben

Wien (OTS) - Die unaufhaltsame Ausbreitung der Geflügelpest beschäftigt seit Wochen Konsumenten, Tierschützer und Politiker: "Das System ist krank und macht krank. Die Massentierhaltung beschleunigt diese Tendenz enorm, denn die Geflügelpest ist hoch ansteckend. Aufgrund der globalisierten Zucht kann die Seuche auch über Ländergrenzen hinweg verschleppt werden. Ein weiterer Supergau für das EU-Landwirtschaftssystem", lautet der ernüchternde Befund von VIER PFOTEN Nutzierreferent Michael Buchner.

Die Geflügelpest wurde von den Niederlanden aus in zahlreiche EU-Staaten - darunter auch nach Deutschland - weiter getragen. 29 Millionen Hühner mussten in den vergangenen Wochen getötet werden. Und es ist, aufgrund des freien Warenverkehrs innerhalb der EU, nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Fälle der Krankheit auch in Österreich auftreten. "Denn unabhängige Experten habe festgestellt, dass sich Tierseuchen vermehrt entlang von Tiertransportrouten ausbreiten. Häufig infizieren sich die Tiere erst an den Sammelstellen, die Krankheitserreger werden in weiterer Folge mittransportiert. Tiertransporte stellen daher auch ein Gesundheitsrisiko für die Tiere in der Umgebung entlang der Transportrouten dar", erklärt Buchner die Situation.

VIER PFOTEN wiederholen - angesichts des neuen Skandals in der EU-Landwirtschaftspolitik - ihre Forderungen: Stopp von Tiertransporten quer durch Europa, Abkehr von der Massentierhaltung und die Einstellung von Subventionen für Massentierhaltung. Diese Subventionen begründen einen Teufelskreis: "Zuerst wird das Geld in den Aufbau eines kranken, tierfeindlichen Systems gesteckt. Und nach den immer häufiger aufgedeckten Lebensmittelskandalen fließen weitere Subventionsgelder in die Reparatur der entstandenen Schäden. Leidtragende sind in diesem Fall einerseits die Tiere, andererseits jeder einzelne Steuerzahler, der dieses System mitfinanzieren muss", so die Kritik der VIER PFOTEN.

Es kann nicht sein, dass der Nutzen immer individualisiert wird und der Schaden dann auf die Allgemeinheit abgewälzt wird. Um den Teufelskreis zu durchbrechen, müssen die verantwortlichen Politiker in Österreich und der EU endlich umdenken! Gefordert ist einmal mehr die rasche Umsetzung artgerechter Tierhaltung im Sinne der Nachhaltigkeit.

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