VP-Strobl: ÖVP-Wien zum Thema Leistungsstandards für Wiener Schulen diskussionsbereit

Wien (VP-Klub): "Der Vorschlag nach zentraler Vorgabe der Matura ist nicht neu und wird z.B. im Lycee francaise in Wien grundsätzlich so durchgeführt, weil dort nach dem französchen System unterrichtet und geprüft wird. Die ÖVP ist offen für eine derartige Diskussion. Dabei sind allerdings viele Fragen zu klären. Allein die Tatsache, dass es mit der neuen Oberstufenreform eine Fülle von unterschiedlichsten Schwerpunktsetzungen bei den einzelnen Maturastandorten geben wird, zeigt, wie schwierig es sein wird, hier eine zentrale Vorgabe zu entwickeln", betonte der Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, LAbg. Walter Strobl, anlässlich der heutigen Aussagen der Wiener Stadtschulratpräsidentin Brandsteidl. "Wir glauben, dass diese Diskussion grundsätzlich geführt werden soll aber dann auch gleich für alle Nahtstellen, das reicht von der 4.Klasse Volksschule über die 4. Klasse Hauptschule und AHS bis zur Matura. Derartige Standards sind dringend notwendig."****

"Allein der Druck der Eltern auf die Volksschullehrer der 4. Klassen ist derartig groß, um sicher zu stellen, dass ihre Kinder auch die "gymnasiale Reife" zugesprochen erhalten und damit in eine AHS übertreten dürfen, dass es hier noch dringender notwendig ist, einheitliche Beurteilungsstandards zu schaffen," forderte Strobl eine Ausweitung der Diskussion. Die ÖVP-Wien fordere daher eine Qualitätsgarantie für den Schultyp.

"Es geht uns um eine Qualitätssicherung des Schultyps. Die Wiener Volkspartei bekennt sich zu modernen Formen der Information und Beurteilung. Dazu zählen:
+ objektive Information für Eltern und Schüler ab der 3. VS in Hinblick auf weiterführende Schulen und ab der 3. HS und AHS für Übertritte in die BS, BHMS und das ORG
+ moderne Diagnoseformen für Interessen und Begabungen
+ nationale Leistungsstandards - denkbar wären zentrale Schularbeitskataloge an allen Schnittstellen (für 4. VS und 4. HS auch 4. AHS für spezielle Schulanforderungen wie z.B. HTL).
Auch Standardisierte Leistungstests sollten eingesetzt werden. Schulen werden damit vergleichbarer und verlässlicher. Informationen dienen als Information und Entscheidungshilfe für Eltern, durch Einfließen in die Beurteilung wird dies automatisch zu einer verbindlichen Zulassungsmöglichkeit. Wichtig sei auch die Aufwertung der Hauptschule durch Kooperationen, wie dies in dem in Wien beschlossenen Schulversuch der Kooperativen Mittelschule nun möglich sein wird. Vor allem das Modell mit vertikaler Kooperation mit weiterführenden Schulen (BS, BHMS und ORG) bietet: Orientierung, Stützung und Förderung, höchste Professionalität und Objektivität durch HS-, AHS- und BHMS-Lehrereinsatz und eine Durchlässigkeit zu allen weiterführenden Schularten.

Abschließen betonte der ÖVP-Schulsprecher, dass er die Initiative der Stadtschulratspräsidentin ausdrücklich begrüßt und hofft, dass es nun zu ernsthaften und konstruktiven Gesprächen kommen wird.(Schluss)

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