Kuntzl & Heinisch-Hosek: "Schüssel agiert familienfeindlich - Utl.: Wo ist der Anspruch geblieben, das kinder- und familienfreundlichste Land der Welt zu sein?

Wien (SK) "In der Familienpolitik der schwarz-blauen Regierung liegt einiges im Argen", stellten Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl und SPÖ Kinder- und Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des "Internationalen Tages der Familie" fest. "Wo ist der Anspruch geblieben, dass Österreich im Jahr 2010 das kinder- und familienfreundlichste Land der Welt sein soll, den Bundeskanzler Schüssel noch vollmundig in seiner Regierungserklärung verkündete", fragen sich beide Abgeordneten. ****

"Die Politik muss endlich dafür sorgen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Österreich Realität wird. Dazu ist die Schaffung von flächendeckenden und bedarfsorientierten Kinderbetreuungseinrichtungen eine Grundvoraussetzung. Leider gibt es noch immer nicht genügend Kinderbetreuungsplätze in unserem Land. Deshalb fordere ich einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung", so Kuntzl.

"Es ist auch nicht sehr familienfreundlich, dass im Zuge der geplanten Pensionsreform in Wahrheit alle, die in Zukunft Kinder bekommen wollen, bestraft werden. Dies wird zu rückläufigen Geburtenzahlen führen und damit das Pensionssystem noch stärker belasten. Eine faire Anerkennung der Kindererziehungszeiten für die Pensionen ist eine der Voraussetzungen für ein familienfreundliches Österreich und für eine gerechte Pensionsreform. Durch die Geburt eines Kindes darf Frau oder Mann kein Nachteil entstehen", stellt Kuntzl klar. Deshalb müssten die Zeiten der Kindererziehung bis zum Schuleintritt so gewertet werden, als hätte die Frau oder der Mann ihr/sein Einkommen vor der Geburt des Kindes weiter bezogen, ergänzte Heinisch-Hosek. Das Recht auf Teilzeit, Familien-Transferleistungen und eine familienfreundliche Infrastruktur seien weitere wichtige familienpolitische Forderung der SPÖ.

"Schüssel hat noch viele Hausaufgaben zu erledigen. Das kinder- und familienfreundlichste Land der Welt werden wir nur dann sein, wenn wir das beste Bildungs- und Ausbildungssystem der Welt haben, der Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen im internationalen Vergleich am besten abgedeckt ist und wenn wir die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit auf der Welt haben. Ebenso müssen behinderte Kinder und Jugendliche in Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen und Arbeitswelt bestmöglich integriert werden und die Partizipation von Kindern und Jugendlichen muss in unserem Lande am besten funktionieren", so Heinisch-Hosek.

"Dies sind nur einige wenige Forderungen, die die Regierung zu erfüllen hat, um in sieben Jahren wirklich das kinder- und familienfreundlichste Land der Welt zu sein. Bundeskanzler Schüssel sollte sich anlässlich dieses Tages sein Ziel in Erinnerung rufen und danach handeln", fordern Kuntzl und Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) cs/mm

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