Gehrer und Leitl zeichneten Österreichische Lehrer für innovative eLearning-Modelle aus

Bester eContent an Österreichs Schulen erhielt "Learnie-Award"

Wien (OTS) Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl überreichten gestern die "Learnie-Awards" für hervorragende eContent-Entwicklungen im Schulbereich. "Österreichs Lehrer haben bei den neuen Technologien die Nase vorn", erklärte Gehrer. Dies zeigt sich auch bei diesem Award. Gehrer: "Der Einsatz der neuen Medien verlangt eine neue Methodik, das heißt es genügt nicht, den Inhalt eines Schulbuches einfach ins Internet zu stellen." Statt dessen muss beim eLearning eine inhaltliche Neuverteilung des Lehrstoffes erfolgen mit dem Ziel, klare Übersichten zu erstellen und zugleich Möglichkeiten zur individuellen Vertiefung zu bieten. Es sollen aber beispielsweise auch die Informationsmöglichkeiten des Internet sinnvoll eingebunden werden, Multiple-Choice-Tests oder ähnliche interaktive Übungsformen genutzt oder Chat-Foren eingerichtet werden, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen austauschen können.****

Lernende merken sich nur einen Bruchteil des Gesagten über einen längeren Zeitraum und auch nur einen Teil vom Gelesenen, aber sie merken sich den Großteil von dem, was sie selbst tun. Gehrer: "Wenn Wissen über mehrere Sinneskanäle aufgenommen und gleichzeitig in der Anwendung geübt wird, kann es vom Lernenden leichter erarbeitet werden und bleibt auch länger abrufbar. Diese Chance gilt es mit den neuen Contententwicklungen zu nutzen."

Mit dem "Learnie-Award" wurden die besten eLearning-Projekte ausgezeichnet, welche den Lehrstoff mit neuen Methoden für die Schüler aufbereiten. Der Award wurde in den Kategorien "Allgemeine Gegenstände an Hauptschulen und Volksschulen", "Sprachen", "Humanities", Kaufmännische Gegenstände", "Naturwissenschaften" sowie "Technische Gegenstände" vergeben. Die prämierten eContents reichten vom "Kopfrechentrainer" über elektronische Lerninhalte zum Thema "Maria Theresia und ihr Jahrhundert" bis hin zum kaufmännischen eContent "Finanzieren - investieren - Prozesse realisieren und dokumentieren" oder einem "Digitalen Lehrbuch der E-Technik".

Die erfolgreiche Ausstattung der Schulen im Rahmen der Initiative "eFit Austria" hat erst die Grundlage für die Anwendung der neuen Lernformen geschaffen. Seit 1998 haben alle Bundesschulen Zugang zum Internet. In keinem anderen europäischen Land gibt es so viele EDV-Plätze, wie sie den Schülerinnen und Schülern an den österreichischen Schulen zur Verfügung stehen. Auf 7 Schüler kommt in Österreich ein PC, während sich beispielsweise in Deutschland noch immer 22 Schüler einen Computer teilen müssen.

Gehrer begrüßte auch das Interesse von namhaften österreichischen Unternehmen am "Learnie Award", weil damit wichtige Entwicklungen in Richtung eines Ausbaus von Partnerschaften zwischen Schulen, IT-Betrieben und renommierten Trainings- und Personalentwicklungsinstitutionen initiiert werden. Rund 15 Unternehmen beteiligten sich nicht nur mit Geld- und Sachpreisen, sondern sie stellten auch Experten für die Jury des "Lernie-Award" zur Verfügung.

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