SPÖ-Reindl zur Sportförderungsdiskussion: Durch neuen Projektfonds mehr Förderungsmittel

Wien (SPW-K) - Zu den heute, Donnerstag, im Rahmen eine Mediengespräches von Vertretern der Wiener Dachsportverbände ASVÖ, ASKÖ und UNION sowie der FPÖ, ÖVP und Grüne getätigten Äußerungen im Zusammenhang mit der Neuverteilung des Sportförderungsbeitrages übermittelte der Sportsprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Mag. Thomas Reindl, dem Pressedienst der SPÖ Wien folgende Stellungnahme:

"Tatsache ist, dass vom Sportausschuss des Wiener Gemeinderates in der vergangenen Woche u.a. ein neuer Schlüssel für die Verteilung der Erträge aus dem Sportförderungsbeitrag (ehemaliger Sportgroschen) sowie die Einrichtung eines ´Projektfonds Sport der Landessportorganisation Wien´ beschlossen worden ist.

Die Einnahmen aus dem Sportförderungsbeitrag resultieren aus einer 10%igen Abgabe auf Eintrittskarten für Sportveranstaltungen in Wien. Etwa 51% der Mittel kommen vom Fußball, der Rest wird wesentlich durch Veranstaltungen mit hoher Besucheranzahl (Fest der Pferde, CA-Tennisturnier) aufgebracht.

Der neue Aufteilungsschlüssel des Sportförderungsbeitrags, der nunmehr im Wesentlichen jenem der Bundessportorganisation (BSO) entspricht, stellt sich wie folgt dar:

ALT NEU ab 1.1.2003 ASKÖ 32% 12,5% ASVÖ 17% 12,5% UNION 18% 12,5% WFB 16% 38% MA 51 17% 2,5% Fachverbände 0 22%

Auch qualitativ haben sich Verbesserungen ergeben. Die bisherige gesetzliche Regelung gestattete den Dachverbänden nur zwischen 5% und 9% der Mittel für ihre eigenen Bedürfnisse - etwa für Verbandsanlagen - zu verwenden. Der Rest musste an die Mitgliedsvereine weitergegeben werden. Dies wurde nunmehr geändert. Die zugewiesenen Mittel können zur Gänze in den Verbänden verbleiben. Damit werden die Dachverbände im Rahmen der Selbstverwaltung finanziell gestärkt und wird deren Eigenständigkeit verbessert. Die Vereine können nun auch via Fachverbände vermehrt auf Mittel zugreifen, was auch einer Stärkung der Selbstverwaltung entspricht.

Natürlich kommt es durch den neuen Verteilungsschlüssel zu Mittelverschiebungen. Die Fachverbände und der Wiener Fußballverband (WFB) erhalten mehr, alle anderen weniger, die MA 51 - und damit die Stadt Wien - de facto überhaupt nichts mehr. Daher ist der "Projektfonds der Landessportorganisation Wien" aus der Taufe gehoben worden. Dieser Projektfonds wird im Finanzausschuss der Landessportorganisation Wien (LSO Wien) angesiedelt sein und mit einem Drittel des budgetierten Sportförderungsbeitrags aus dem laufendem Budget der MA 51 (= zusätzliche Mittel gegenüber der alten Lösung) dotiert. Für 2003 sind 136.000 Euro vorgesehen, bei Mehreinnahmen beim Sportförderungsbeitrag wird nachdotiert. Damit stehen den Verbänden nunmehr 133,3% aus dem Titel "Sportförderungsbeitrag" und damit um ein Drittel mehr als bisher zur Verfügung.

Der neue Projektfonds wird autonom von den drei Dachverbänden und dem WFB im Rahmen des Finanzausschusses der LSO Wien verwaltet. Übrigens ist die MA 51 bis jetzt Mitglied im Finanzausschuss - sie wird dies zukünftig nicht mehr sein und ausscheiden. Der Finanzausschuss übermittelt den Verteilungsvorschlag der LSO zur Beschlussfassung, die LSO ihrerseits leitet dann die Abwicklung via Wiener Gemeinderat ein.

Die Errichtung des Projektfonds ist ein erster und sehr wichtiger Schritt in die Selbstverwaltung von Budgetmittel der Stadt Wien und eine absolute Neuerung. Dabei ist festzuhalten, dass auch hier die Selbstverwaltung und die Eigenständigkeit der Verbände im Mittelpunkt des neuen Modells stehen. Im Bereich der Jugendförderung gibt es ähnliche Modelle, die sehr erfolgreich laufen.

Wie den Fakten zu entnehmen ist, kann von der ´Kürzung von Budgetmittel´ keine Rede sein. Im Gegenteil, es wurde um ein Drittel mehr Budget zur Verfügung gestellt, die Verwendung der Mittel wurde vereinfacht. Den Verbänden wurde mehr Freiheit gegeben, die Selbstverwaltung ist gestärkt und die Eigenständigkeit und Flexibilität verbessert.

Überdies bleibt es jedem Sportverband und jedem Verein weiterhin unbenommen, Subventionsansuchen an die Stadt Wien zu stellen. Allein im letzten Sportausschuss wurden 290.000 Euro für die Jugendförderung und rund. 235.000 Euro für diverse, sehr wichtige Sportveranstaltungen, zur Verfügung gestellt". (Schluss)

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