Kuntzl fordert Klarstellung Schüssels zu antisemitischen Übergriff

Wien (SK) Der gestern Abend bekannt gewordene antisemitische Übergriff auf den Vize-Direktor der Chabad-Lauder-Schule in Wien zeigt nach Ansicht von SPÖ-Abgeordneter Andrea Kuntzl, wie brandgefährlich Kanzler Schüssels Entgleisungen gegenüber der Israelitischen Kultusgemeinde sind. Eine Klarstellung des Bundeskanzlers sei absolut notwendig, forderte Kuntzl. ****

"Diese hinterhältige antisemitische Tat zeigt, wie vergiftet das politische Klima in diesem Land bereits ist", empörte sich Kuntzl. Ganz offensichtlich seien die Grenzen gefallen. Es sei beschämend, wenn in Österreich wieder jüdische MitbürgerInnen Opfer von rechter Gewalt werden. "Dem Bundeskanzler sollte endlich klar werden, dass jede Aussage mit antisemitischer Tendenz dieses Klima weiter begünstigt", erklärte Kuntzl. Letztlich habe Schüssel durch sein beredtes Schweigen zu den antisemitischen Verbalinjurien der FPÖ, seit Bildung der schwarz-blauen Regierung, diese Situation mitzuverantworten.

Angesichts des antisemitischen Übergriffs und dem von der Bundesregierung bestellten prügelnden Unirat Peter Weiß, muss Schüssel endlich handeln", forderte Kuntzl. "Mit einer Entschuldigung gegenüber der Kultusgemeinde ist es allerdings nicht getan", so die SPÖ-Abgeordnete. Zudem seien endlich entschieden demokratische Maßnahmen gegen den Antisemitismus seitens der Bundesregierung zu treffen, andernfalls entstehe der Eindruck, auch die ÖVP wolle damit politisch zündeln. (Schluss) ns

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