GLOBAL 2000 startet email-Aktion: "Keine Nuklearförderung in der EU-Verfassung!"

Bundeskanzler Schüssel muss sich offen gegen Vorschlag der Atomlobby positionieren

Wien (OTS) - Der EU-Konvent in Brüssel, der eine neue
EU-Verfassung ausarbeitet, geht mit der heute beginnenden Sitzung in seine entscheidende Phase, auch in Sachen EURATOM-Vertrag. Das Präsidium des Konvents unter der Leitung von Frankreichs Ex-Präsident Giscard d`Estaing hat einen Vorschlag unterbreitet, der die Nuklearförderung des alten EURATOM-Vertrages unverändert in die neue EU-Verfassung übernehmen würde. "Jetzt kurz vor Schluss schlägt die Atomlobby zurück. Es droht eine nuklearverseuchte Verfassung", empört sich Thorben Becker, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. "Deshalb müssen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und sein Vertreter im EU-Konvent Hannes Farnleitner klarstellen, dass Österreich keiner Nuklearförderung in der neuen EU-Verfassung zustimmen wird." Jetzt geht es darum, einen Konsens bezüglich des Präsidiumsvorschlages zu verhindern und Mehrheiten für ein Ende der europäischen Nuklearförderung zu finden. Becker: "Österreich muss hier die Vorreiterrolle übernehmen. Dies ist möglich, denn von 25 zukünftigen Mitgliedern der Union fördern nur neun aktiv die Atomenergie, die Atomgegner sind in der Mehrheit in Europa", erinnert Becker.

Bundeskanzler Schüssel hat vor dem Beginn des EU-Konvents betont, dass EURATOM eines der wichtigsten Themen für Österreich ist. Um ihn daran zu erinnern, startet GLOBAL 2000 heute seine e-mail-Aktion "Keine Nuklearförderung in der EU-Verfassung!". Alle die GLOBAL 2000 im Kampf gegen eine nuklearverseuchte EU-Verfassung unterstützen wollen, können auf www.global2000.at Protest-e-mails an Bundeskanzler Schüssel schicken. "Helfen Sie uns und schicken Sie heute noch eine Protestmail an Bundeskanzler Schüssel. 50 Jahre Atomkraftförderung in der EU sind mehr als genug!". Konkret wird der Bundeskanzler in dem e-mail aufgefordert, den Präsidiumsvorschlag vom 14. März "Vorschlag für das Vorgehen in Bezug auf den EURATOM-Vertrag" (CONV 621/03) zurückzuweisen und statt dessen den Beitrag von Nagy, Wagner und MacCormick (CONV 563) zu unterstützen. "Der EURATOM-Vertrag muss aufgelöst werden und dies spätestens bis zum Jahr 2007", fordert Becker abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

GLOBAL 2000,
Thorben Becker
Telefon: +43/1/812 57 30-41
Andreas Baur
0664/103 24 23

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GLL0001