Schüssel zu Jahr des Wassers: Wasser ist Heimatgefühl und Identität

Im Bundeskanzleramt präsentierte sich einen Abend lang die Vielfalt des Wassers

Wien - (OTS) Anlässlich des Internationalen Jahres des Wassers 2003 fand gestern Abend im Bundeskanzleramt auf Einladung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Lebensminister Josef Pröll eine festliche und kulturelle Abendveranstaltung statt. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Mitglieder der Bundesregierung, Vertreter aus dem Parlament, der Landesregierungen, der Städte und Gemeinden, sowie Repräsentanten der österreichischen Energie- und Wasserwirtschaft, Vertreter der Wasserversorgungsunternehmen und Umweltorganisationen. "Wasser ist Heimatgefühl und Identität. Österreich ist mit Wasser gesegnet. Wir müssen diesen Schatz pflegen, nutzen und schützen", betonte der Bundeskanzler und wies auf die zahlreichen Aktivitäten des Lebensministeriums in diesem Jahr hin. Der Bundeskanzler hob die Wichtigkeit der nationalen Souveränität bei der Bewirtschaftung von Wasserressourcen hervor. "Ich habe beim Europäischen Rat in Nizza durchgesetzt, dass das Einstimmigkeitsprinzip in Fragen der Wassernutzung Regel bleibt. Es geht schließlich um unseren nationalen Reichtum, den wir zwar gerne mit anderen teilen aber über dessen Zukunft wir selbst bestimmen wollen", so Schüssel und wies auf das hohe Potential der künftigen Wassernutzung hin. Gegenwärtig werden in Österreich nur 3% des Wassers wirtschaftlich genutzt. "Wasser ist ein Thema, das die Menschen bewegt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dieses Jahr eine breitangelegte Diskussion über Wasserzukunft zu führen. Es ist wichtig, diese Chance wahrzunehmen und die Zukunft des Wassers strategisch zu gestalten", betonte Bundesminister Josef Pröll. Verbund-Vorstandsvorsitzender Hans Haider hob die "herausragende Bedeutung" des Wassers als Energiequelle hervor. "Wasser und Verbund - ist eine jahrzehntelange Partnerschaft. Mit ca. 90% unserer Stromproduktion aus Wasserkraft sind wir im EU-Vergleich der umweltfreundlichste Energieversorger", so Haider und wies daraufhin, dass der Verbund sein Know-how inzwischen erfolgreich weltweit exportiere.

Neben den positiven Aspekten von Wasser ging Bundeskanzler Wolfgang Schüssel auch auf die Zerstörungskraft dieses Elementes ein. "Wasser hat auch seine gefährlichen Seiten. Bei der verheerenden Hochwasserkatastrophe im vergangenen Jahr haben die Wasserfluten 3 Milliarden € Schaden angerichtet. Durch gemeinsame Anstrengungen, die EU-Hilfe, die großzügige Spendenbereitschaft der Österreicher und Österreicherinnen sowie durch den Einsatz von tausenden ehrenamtlichen Helfern ist es uns gelungen, diese Schäden rasch wieder gut zumachen. Aufgabe von Politikern ist es auch, diese Helden des Alltags vor den Vorhang zu bitten", so der Bundeskanzler. Stellvertretend für die zahlreichen Helfer bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe 2002 verlieh der Bundeskanzler das Bundesehrenzeichen an den Feuerwehrkommandanten von Salzburg Anton Brandauer, die Mitarbeiterin des niederösterreichischen Roten Kreuzes Sylvia Schiedlbauer und an den Vizebürgermeister der oberösterreichischen Gemeinde Katsdorf Johann Peterseil.

Die Schönheit und Vielfalt von Wasser wurden an diesem Abend von zahlreichen Künstlern mit innovativen Kunststücken sichtbar gemacht. Bei Einbruch der Dunkelheit verwandelte sich die Fassade des Bundeskanzleramtes in einen Wasserfall. Durch den Abend führte Nadja Mader.

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